Parteitag in Braunschweig FDP spricht über Wölfe und stellt Kandidaten auf

FDP-Landtagsfraktionschef Christian Dürr will in den Bundestag. Foto: dpaFDP-Landtagsfraktionschef Christian Dürr will in den Bundestag. Foto: dpa

Hannover. Mit dem Rückenwind guter Umfragewerte und steigender Mitgliederzahlen startet Niedersachsens FDP am Wochenende das Projekt Rückkehr in den Bundestag.

Die niedersächsische FDP stellt am kommenden Wochenende in Braunschweig ihre Kandidatenliste für die Bundestagswahl im Herbst auf. Dabei dürfte der Nordwesten des Landes beim Projekt Wiedereinzug in den Bundestag personell gut wegkommen: Spitzenkandidat für die Wahl am 24.September wird wohl Landtagsfraktionschef Christian Dürr aus Ganderkesee bei Bremen. Mit Generalsekretär Gero Hocker aus Achim strebt ein weiterer hochrangiger Landespolitiker nach Berlin.

Gute Chancen für Beeck und Seestern-Pauly

Gute Aussichten auf aussichtsreiche Listenplätzewerden auch dem Rechtsanwalt Jens Beeck aus Lingen und dem Gymnasiallehrer Matthias Seestern-Pauly aus Bad Iburg eingeräumt.

Die Partei gibt sich angesichts guter Umfragen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein optimistisch. Auch die Parteieintritte nehmen zu: Die Niedersachsen-FDP zählte am 15.März dieses Jahres 5361Mitglieder, das sind 282 mehr als ein Jahr zuvor.

Krach um Frauen auf der Liste

Ärger gab es im Vorfeld, weil Landeschef Stefan Birkner sich in die Listenaufstellung der Bezirke eingemischt hatte, um mit Ulla Ihnen eine Frau auf Platz 5 der Vorschlagsliste zu platzieren. Birkner verteidigte das Vorgehen: „Es war wichtig, eine Frau unter die ersten fünf Kandidaten zu bringen“, sagte er. Mit Spannung wird erwartet, ob sich die frühere Bundestagsabgeordnete Claudia Winterstein aus Hannover auf einen vorderen Platz bewirbt. Eigentlich wollen die Hannoveraner nämlich mit Grigorios Aggelidis einen anderen Kandidaten ins Rennen schicken.

Auf dem zweitägigen Parteitag will die FDP über mehrere Anträge abstimmen, unter anderem befasst sich die Partei mit dem geplanten rot-grünen Wassergesetz, der Friesenbrücke und der Vollverschleierung. Kontrovers dürfte es beim Thema Wölfe werden – die FDP im Heidekreis fordert wolfsfreie Zonen in Niedersachsen, die Parteispitze lehnt das ab.


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