Zwischenbilanz Viele Holländer finden Job in Niedersachsen

Niederländer sind als Arbeitskräfte in Niedersachsen gefragt: Ein Projekt zur Vermittlung von Arbeitslosen aus dem Nachbarland hat eine positive Zwischenbilanz gezogen. Foto: dpaNiederländer sind als Arbeitskräfte in Niedersachsen gefragt: Ein Projekt zur Vermittlung von Arbeitslosen aus dem Nachbarland hat eine positive Zwischenbilanz gezogen. Foto: dpa

Nordhorn/Assen. Immer mehr Niederländer finden einen Job in Niedersachsen, die Arbeitslosigkeit ist hier geringer. Selbst eine Messe für Auswanderer ist geplant. Und die Zeitung in Enschede startet ab sofort eine Sonderseite für Grenzpendler.

Niederländer sind als Arbeitskräfte in Niedersachsen gefragt: Ein Projekt zur Vermittlung von Arbeitslosen aus dem Nachbarland hat eine positive Zwischenbilanz gezogen. Bereits 170 Niederländern hätten Stellen vermittelt werden können, sagte die Eures-Beraterin der Arbeitsagentur Nordhorn, Kathrin Zandman, am Freitag. Durch die Bank in allen Berufen hätten die Holländer einsteigen können, teils kämen ihnen auch ihre guten Englischkenntnisse zugute. Bis zum Sommer hoffen die Niederländer 400 Arbeitssuchende aus der Region nach Niedersachsen vermittelt zu haben.

Die Arbeitslosigkeit ist im niederländischen Grenzgebiet fast drei Mal so hoch wie diesseits der Grenze. Im August lag sie in der Provinz Drenthe bei 11 und der Provinz Overijssel bei 10,1 Prozent. Im niedersächsischen Grenzland betrug die Arbeitslosenquote im September 3,5 Prozent. Die Zahl der Niederländer, die zur Arbeit dorthin pendeln, hat sich seit 2010 um mehr als 50 Prozent erhöht. Einen besonderen Schub nahm die Vermittlung von Arbeitskräften, seitdem im Frühjahr eine Online-Datenbank mit freien Stellen und Tipps zur Jobsuche im Nachbarland an den Start ging.

Unter dem Titel „Arbeiten in Deutschland“ ist für Anfang Februar im niederländischen Houten auch eine Messe für Auswanderer geplant. Deutschland wird in der Ankündigung nicht nur als ein Land mit vielen Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch als ein Land mit einer anderen Lebensqualität angepriesen.

Selbst für die niederländischen Medien werden die Grenzpendler inzwischen eine besondere Zielgruppe. Wie die Zeitung „Twentsche Courant“ in Enschede ankündigte, veröffentlicht sie ab sofort einmal wöchentlich eine Euregioseite, die über Besonderheiten aus der Grenzregion informiert. Viele Niederländer wohnten oder arbeiteten inzwischen in der deutschen Grenzregion, der „Twentsche Courant“ werde dort teils auch zugestellt. Unter dem Titel „Over de grens“ gibt es Nachrichten sowie eine Rubrik für Grenzpendler.


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