Osnabrück, Emsland, Delmenhorst Schwänzen in Niedersachsen: So viele Schüler werden erwischt

Im Landkreis Osnabrück ist die Zahl der Schulpflichtverletzungen gesunken. In anderen Kommunen im Bundesland sieht es dagegen anders aus. Foto: dpaIm Landkreis Osnabrück ist die Zahl der Schulpflichtverletzungen gesunken. In anderen Kommunen im Bundesland sieht es dagegen anders aus. Foto: dpa

Osnabrück. Wie häufig schwänzen Schüler in Niedersachsen den Unterricht? Im Landkreis Osnabrück ist die Zahl der Schulpflichtverletzungen gesunken. In anderen Kommunen im Bundesland sieht es dagegen anders aus. Ein stichprobenartiger Überblick.

Unentschuldigtes Fernbleiben von der Schule ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Landkreise und Kommunen können Bußgelder verhängen gegen schwänzende Schüler. In einigen Gemeinden in Niedersachsen hat sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Schulpflichtverletzungen erhöht.

Landkreis Aurich: Im Nordwesten Niedersachsens wurde in den vergangenen Jahren vermehrt geschwänzt. Wurden 2013 noch 337 Bußgeldverfahren wegen Schwänzens eingeleitet, so waren es ein Jahr später schon 379 und 2015 sogar 471. In diesem Jahr deutet sich aber ein Rückgang an. Bis Ende Oktober wurden 232 Verfahren eingeleitet. (Weiterlesen: Wie hoch sind die Bußgelder fürs Schwänzen in Niedersachsen?)

Grafschaft Bentheim: In der Grafschaft ist die Zahl der Bußgeldbescheide in den vergangenen Jahren recht konstant geblieben. Zwischen 2013 und 2014 stieg sie von 353 auf 398, im vergangenen Jahr sank sie auf 347 Bescheide. In diesem Jahr waren es bis Ende September 257. Sollte die Zahl bis Ende des Jahres konstant wachsen, entspreche dies ziemlich genau dem Vorjahresniveau.

Braunschweig: In der Stadt Braunschweig ist ein Rückgang zu erkennen. 2013 wurden noch 331 Bußgeldbescheide verschickt, ein Jahr später waren es 299 und 2015 nur noch 247. In diesem Jahr könnte die Zahl weiter sinken. Bis Mitte November wurden 190 Fälle gezählt.

Landkreis Cloppenburg: In den vergangenen Jahren hat es deutlich mehr Bußgelderlasse wegen Schwänzens gegeben. Zwischen 2013 und 2015 stieg die Zahl von 189 auf 290. In diesem Jahr ist der Trend jedoch umgekehrt. Bis Mitte November hat es insgesamt 150 Schulpflichtverletzungen gegeben, die mit einem Bußgeld bestraft wurden.

Delmenhorst: Auch in Delmenhorst ist eine leichte Steigerung bei den Schulpflichtverletzungen zu erkennen. Im Schuljahr 2014/2015 hatte die kreisfreie Stadt noch 187 Fälle registriert. Im darauffolgenden Jahr stieg die Zahl dagegen bereits auf 208. Auch für das aktuelle Schuljahr ist ein Anstieg der Schüler, die beim Schwänzen erwischt werden, denkbar. Nach rund einem Drittel des Schuljahres wurden 74 Bußgelder verhängt. (Weiterlesen: Wann müssen Schüler wegen Schwänzens ein Bußgeld zahlen?)

Emsland: Die Zahl variiert zwischen 25 und 50 Fällen im Jahr. Ausgenommen sind hier die Städte Papenburg, Meppen und Lingen, die in eigener Zuständigkeit verfahren.

Landkreis Göttingen: Im Landkreis Göttingen wird ein Anstieg der Bußgeldverfahren registriert. Lag die Zahl 2014 noch bei 67, so waren es ein Jahr später schon 106 Verfahren. In diesem Jahr könnte es eine leichte Steigerung gegeben. Bis Mitte November wurden 104 Bußgeldverfahren gezählt. Zur Erläuterung: Dabei handelt es sich um die kumulierten Zahlen der Landkreise Göttingen und Osterode am Harz (bis Ende Oktober 2016) beziehungsweise des neuen Landkreises Göttingen (seit November 2016). Ausgenommen davon sind die Zahlen für die Stadt Göttingen.

Stadt Göttingen: Auf lange Sicht ist die Zahl der Schulpflichtverletzungen in der Stadt Osnabrück rapide gestiegen. 1999 lag sie noch bei 128, im Jahr 2014 wurden dagegen schon 355 Anzeigen gezählt. Derzeit ist aber ein leichter Rückgang zu erkennen. 2015 gab es 332 Fälle, in diesem Jahr sind es bislang 288.

Landkreis Osnabrück:In den vergangenen Schuljahren haben die Schulen im Kreis weniger Anzeigen wegen einer Schulpflichtverletzung bei der Meldestelle des Landkreises erstattet. Lag die Zahl der Anzeigen im Schuljahr 2013/2014 noch bei 934, so waren es im Jahr darauf nur noch 899. Im vergangenen Schuljahr reduzierte sich diese Zahl noch mal auf 850. Diese Anzeigen richteten sich gegen insgesamt 418 Personen (2014/2015: 391, 2013/2014: 419).


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