16.000 Puten müssen getötet werden Fall von Vogelgrippe in Putenmastbetrieb in Cloppenburg

In einem konventionellen Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg ist ein Fall der Vogelgrippe vom Typ H5 nachgewiesen worden. Symbolfoto: Carmen Jaspersen/dpaIn einem konventionellen Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg ist ein Fall der Vogelgrippe vom Typ H5 nachgewiesen worden. Symbolfoto: Carmen Jaspersen/dpa

Hannover. In einem konventionellen Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg ist ein Fall der Vogelgrippe vom Typ H5 nachgewiesen worden.

Ob die Infektion von der hochansteckenden Erreger-Variante H5N8 ausgelöst wurde, müsse noch eine Untersuchung im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems zeigen, sagte Agrarminister Christian Meyer (Grüne) am Mittwoch im Landtag. Zuvor habe das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) das Tier untersucht. Vorsorglich sollten alle 16.000 Putenhähne in dem betroffenen Betrieb getötet werden, weil es sich um einen Nutzgeflügelbestand handele. (Weiterlesen: Kreis Oldenburg: Geflügelhalter müssen sofort Schutzmaßnahmen ergreifen)

Bislang kein landesweites Aufstallungsgebot

Zudem sei der Vogelgrippeerreger H5N8 bei einem Schwan im Landkreis Peine entdeckt worden, sagte Meyer. Dort wurde in der vergangenen Woche bereits eine tote Reiherente gefunden, die den Erreger in sich trug. In mehr als der Hälfte der niedersächsischen Landkreise gilt wegen der Vogelgrippegefahr mittlerweile die Stallpflicht. Der CDU-Politiker Helmut Dammann-Tamke kritisierte, dass die Landesregierung bislang kein landesweites Aufstallungsgebot erlassen habe, wie dies beispielsweise in Schleswig-Holstein geschehen sei. „In Niedersachsen werden die Landkreise damit weitgehend allein gelassen“, sagte Dammann-Tamke.

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Er äußerte sich besorgt über den Verdachtsfall in dem Mastbetrieb in Cloppenburg: „Sollte sich das bestätigen, dann trifft das nicht nur das Zentrum der Geflügelwirtschaft in Niedersachsen, sondern das Zentrum der Geflügelwirtschaft Deutschlands.“ Im Landkreis Cloppenburg werden 13,2 Millionen Stück Geflügel gehalten. (Weiterlesen: Vogelgrippe schon in elf Bundesländern)

Auch in Bremerhaven sind in den vergangenen Tagen fünf tote Vögel gefunden worden, wie die Polizei mitteilte. Lediglich eine Gans sei positiv auf den Erreger H5N8 getestet worden. Daraufhin wurde ein Sperrbezirk im Süden von Bremerhaven eingerichtet, in dem besondere Bestimmungen herrschen.


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