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Mit Nikab im Unterricht Fünf Schülerinnen in Niedersachsen vollverschleiert

Vollverschleierte Frauen auf einer Kundgebung von Salafisten in Offenbach in Hessen. In Niedersachsen wird über ein Verbot des sogenannten Nikabs an öffentlichen Schulen debattiert. Foto: dpaVollverschleierte Frauen auf einer Kundgebung von Salafisten in Offenbach in Hessen. In Niedersachsen wird über ein Verbot des sogenannten Nikabs an öffentlichen Schulen debattiert. Foto: dpa

sha/klw Osnabrück/Hannover. Fünf Schülerinnen in Niedersachsen tragen oder trugen einen sogenannten Nikab. Wie das Landeskultusministerium mitteilte, sind ihm fünf Fälle bekannt, in denen Schülerinnen in der islamischen Vollverschleierung zum Unterricht kamen.

In drei Fällen hätten Beratungsgespräche dazu geführt, dass die Schülerinnen den Nikab abgelegt hätten. In Niedersachsen wird über ein Nikab-Verbot für Schulen debattiert. Das Landgericht Osnabrück hat einer 18-Jährigen kürzlich das Tragen der Vollverschleierung an einem Osnabrücker Abendgymnasium untersagt.

Wenig später war bekannt geworden, dass eine Zehntklässlerin in Belm im Landkreis Osnabrück seit dem Schuljahr 2013/2014 mit Vollverschleierung am Unterricht teilnahm. Die Schulleitung hatte dies geduldet. Mit dem Fall beschäftigen sich inzwischen das Kultusministerium, die Polizei und der niedersächsische Verfassungsschutz.

Nach Auffassung des Kultusministeriums ist eine Vollverschleierung an öffentlichen Schulen nicht zulässig. Sie erschwere oder verhindere „die offene, auch nonverbale Kommunikation, die in der Schule notwendig ist, um die Erfüllung des Bildungsauftrages zu gewährleisten“, sagte ein Ministeriumssprecher.