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AfD einstellig – NPD bedeutungslos Wie hat Bernd Luckes ALFA bei den Wahlen abgeschnitten?

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Bedeutungslos bei den Kreiswahlen in Niedersachsen: ALFA. Auf dem Foto ist ihr einstiger Bundesvorsitzender, Bernd Lucke, zu sehen. Foto: dpaBedeutungslos bei den Kreiswahlen in Niedersachsen: ALFA. Auf dem Foto ist ihr einstiger Bundesvorsitzender, Bernd Lucke, zu sehen. Foto: dpa

Osnabrück. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen am Sonntag einstellig geblieben. Am meisten Zuspruch erhielt sie in Delmenhorst. Bernd Luckes neue Partei, Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA), bleibt in der Versenkung, ebenso wie die NPD.

Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA): 1,91 Prozent – das ist das beste Ergebnis, dass die Partei des AfD-Gründers Bernd Lucke bei den Kreistags- und Stadtratswahlen erzielte, übrigens in der Stadt Oldenburg, wo das Ergebnis für einen Platz im Rat der Stadt reicht.

Im Landkreis Göttingen knackte ALFA mit 1,1 Prozent ebenfalls die Ein-Prozent-Marke. In den Landkreisen Ammerland (0,7), Heidekreis (0,6), Stade (0,5), Region Hannover (0,5), Rotenburg (0,4), Verden (0,4) und Cuxhaven (0,3) blieb die Partei unter dem einen Prozent. In den restlichen Kreisen oder Städten trat ALFA erst gar nicht an. Mit den Ergebnissen gelang es Lucke nicht einmal ansatzweise, an die örtlichen Erfolge seiner einstigen Partei anzuknüpfen.

Alternative für Deutschland (AfD): Die AfD ist in den Landkreisen und Städten im Durchschnitt einstellig geblieben. Sie brachte es auf 7,8 Prozent. Damit blieb sie hinter ihren Erwartungen und Ergebnissen der vergangenen Kommunalwahl in Hessen zurück, wo sie im März aus dem Stand 11,9 Prozent erlangte – also mehr als vier Prozentpunkte mehr als in Niedersachsen.

Die meisten Stimmen erhielt die AfD bei den niedersächsischen Kreiswahlen in Delmenhorst. Dort kam die Partei auf 15,1 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 44,8 Prozent.

Mehr als 10 Prozent bekam sie zudem in Wilhelmshaven (11,2), Landkreis Celle (10,7), Region Hannover (10,1), Landkreis Hameln-Pyrmont (10,5), Stadt Wolfsburg (10,5), Landkreis Wolfenbüttel (10,6) sowie Landkreis Goslar (11,1). In den Städten Emden, Osnabrück und Salzgitter trat die AfD nicht an.

Die AfD Niedersachsen will unterdessen an ihrem Vorhaben festhalten, Ergebnisse der Wahlen anzufechten.

NPD: Wie auch ALFA blieb die NPD in der Bedeutungslosigkeit bei den Kreiswahlen im Land. Das beste Ergebnis erzielte sie mit 1,6 Prozent im Landkreis Helmstedt. In anderen Kreisen, in denen die Rechtsextremen antraten, blieben sie unter einem Prozent (Heidekreis: 0,7; Göttingen: 0,7; Northeim: 0,6; Stadt Oldenburg: 0,6; Stade: 0,5; Osterholz: 0,5; Rotenburg: 0,4; Cuxhaven: 0,3; Lüneburg: 0,1).

In Haselünne, wo Tobias Richter für die NPD angetreten war, kam die Partei auf 1,63 Prozent. Damit sitzt Richter demnächst im Rat der Stadt.

Landesweit bleibt CDU an der Spitze

Landesweit ist die CDU bei den Kommunalwahlen erneut stärkste Kraft geworden. Sie lag in Landkreisen und kreisfreien Städten mit 34,4 Prozent vor der SPD (31,2), den Grünen (10,9), der AfD (7,8), der FDP (4,8) und der Linken (3,3).



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