Vorfall am 9. Juli Gutachten: IC zwischen Osnabrück und Bremen wurden beschossen

Von dpa

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Mit 70 Minuten Verspätung konnte am 9. Juli der Intercity 2327 seine Fahrt Richtung Passau fortsetzen. Foto: Holger JansingMit 70 Minuten Verspätung konnte am 9. Juli der Intercity 2327 seine Fahrt Richtung Passau fortsetzen. Foto: Holger Jansing

Bremen. Ein kriminaltechnisches Gutachten hat bestätigt, dass auf einen Intercity (IC) vor rund zwei Wochen in Bremen geschossen wurde. Die Bundespolizei hatte beim Halt in Osnabrück erste Ermittlungen aufgenommen.

Die Schüsse stammten aus einer Druckwaffe mit einem Co2-Gasbehälter und einem Kaliber von 4,5 Millimeter, teilte ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag in Bremen mit. Die Ermittler gehen derzeit nicht von einem gezielten Anschlag auf die Bahn aus, sondern eher von „Zielübungen“. (Weiterlesen: Zug beschossen – Bundespolizei ermittelt in Osnabrück)

Drei Scheiben beschädigt

Radio Bremen hatte zuerst über das Gutachten berichtet. Die Kugeln hatten am 9. Juli drei Fenster des Zuges, darunter die Windschutzscheibe, beschädigt. Keines der Geschosse drang ins Zuginnere ein. Zunächst waren eine Stahlkugelschleuder als Tatwaffe oder auch Steinwürfe nicht ausgeschlossen worden. Der Intercity war auf dem Weg von Fehmarn nach Passau. Von den rund 800 Fahrgästen wurde niemand verletzt. Wer die Schüsse abgab, ist unklar. Die Polizei hofft bei der Aufklärung des Vorfalls auf Zeugen.


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