Mehrere Brandherde Feuer in alten Oldenburger AEG-Hallen

Von Ole Rosenbohm

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Nicht nur die Brände sorgten für Zerstörungen in den ehemaligen Werkhallen. Foto: Ole RosenbohmNicht nur die Brände sorgten für Zerstörungen in den ehemaligen Werkhallen. Foto: Ole Rosenbohm

Oldenburg. In den leer stehenden Produktionshallen der AEG- und späteren ACC-Kleinmotorenwerke im Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück hat es am frühen Samstagmorgen an vermutlich sechs unterschiedlichen Stellen gebrannt. Ausbreiten konnten sich die Flammen nicht. Alle Brandherde konnte die Feuerwehr innerhalb von wenigen Stunden löschen. Schon 2017 soll hier gebaut werden.

Auch ohne die Brände boten die Hallen ein Bild der Zerstörung: Fast alle der unzähligen Scheiben sind eingeschlagen, auf den Böden liegen alte Metallstreben, in den Büros zerstörte Möbel. Vor über sieben Jahren waren hier die letzten Waschmaschinenmotoren produziert worden. Zu Hochzeiten beschäftigte AEG 4500 Menschen.

Die Abbrucharbeiten hat die Stadtverwaltung jetzt ausgeschrieben. Erst in diesem Frühjahr konnte sie das Gelände erwerben. Wie berichtet, will die Wohngesellschaft GSG im vorderen Teil des Geländes 20 Appartements, eine Tagespflegestation, eine Wohngemeinschaft für Demenzpatienten mit zwölf Plätzen und ein Schwesternwohnheim mit 29 Wohnungen bauen. Beherbergen soll das Ensemble auch ein Zentrum mit städtischen Einrichtungen. Korrespondieren soll es mit dem für Kreyenbrück geplanten „Weißen Campus“ der European Medical School, des Medizin-Fachbereichs der Universität. Auf dem größeren, hinteren Standort sollen sich Unternehmen aus der Medizintechnik und Forschungseinrichtungen ansiedeln.

Brandstiftungen für die Feuer am Samstag liegen nahe, auch wenn dies die Polizei noch nicht abschließend bestätigen wollte. Sie muss auch noch einen anderen Brand untersuchen: An der Nadorster Straße brannte kurz danach eine Dachgeschosswohnung eines Mehrparteienhauses. Die Bewohner wurden evakuiert. Ernsthaft verletzt wurde niemand.


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