Ihr regionaler Immobilienmarkt

Grundstücksbericht für Niedersachsen Häuser und Äcker werden landesweit teurer

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Hannover. Ob Eigenheim oder Ackerfläche: Die Preise auf dem niedersächsischen Immobilienmarkt steigen dank niedriger Zinsen immer weiter. Dabei gibt es regional große Unterschiede.

Das Investitionsvolumen auf dem Immobilienmarkt ist im vergangenen Jahr gegenüber 2014 noch einmal um 14 Prozent auf rund 17,4 Milliarden Euro gestiegen. Das erklärte Innenminister Boris Pistorius am Donnerstag bei der Vorstellung des Grundstücksmarktberichts in Hannover.

Zwar zeigt die Preisentwicklung mittlerweile fast überall im Land nach oben, doch gibt es vor allem zwischen dem Westen und dem Süden Niedersachsens riesige Unterschiede: So kostet ein Quadratmeter Ackerland in Cloppenburg mittlerweile 11 Euro, in Walkenried am Rand des Südharzes nur 80 Cent, im Landesschnitt wurde der Quadratmeter im Jahr 2015 mit drei Euro gehandelt. Vor allem in Ostfriesland und im Emsland klettern die Ackerlandpreise seit Jahren: Seit 2010 haben die Gutachter Preissprünge zwischen neun und 15 Prozent beobachtet – pro Jahr. In den Landkreisen Diepholz, Aurich, Friesland, Leer und Wittmund wurden sogar jährliche Aufschläge von 17 Prozent gemessen.

Teure Häuser in Osnabrück

Auch bei den Eigenheimen klafft die Preisentwicklung weit auseinander: In Osnabrück, Hannover oder Wolfsburg wurden freistehende Häuser binnen vier Jahren um satte 52 Prozent teurer. In Delmenhorst oder den Speckgürteln von Bremen und Hamburg betrug der Anstieg dagegen nur 22 Prozent.

Den Durchschnittpreis für ein freistehendes Haus taxierten die Gutachter 2015 in der Stadt Osnabrück auf 242000 Euro, in Holzminden hingegen auf nur 78000 Euro. Die Grafschaft Bentheim (153000 Euro), das Emsland (150000 Euro) und die Stadt Delmenhorst (145000 Euro) liegen dem Bericht zufolge knapp unter dem niedersächsischen Durchschnittswert von 154000 Euro.

Selbst in den strukturschwachen Regionen im Südosten des Landes ziehen die Preise wieder an, nachdem Häuser lange Zeit stetig an Wert verloren. Preislich an der Spitze liegt aber weiterhin die Landeshauptstadt: Ein Haus in Hannover kostet etwa 335000 Euro.

Teils massive Aufschläge

Trotz der teilweise massiven Preisaufschläge auch bei Bauland und Eigentumswohnungen, die jährlich um etwa 5,5 Prozent teurer werden, sieht Innenminister Boris Pistorius im Land keine Gefahr einer wachsenden Immobilienblase: „Mit Blick auf die Altersversorgung ist das Eigenheim eine relativ sichere Kapitalanlage, sagen die Experten in meinem Haus“, erklärte der SPD-Politiker.


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