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Alkoholexzesse und Krawall Vatertag 2016: Polizei rüstet in NRW und Niedersachsen auf

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Um Alkoholexzesse, Randale und Gewalt am Vatertag zu verhindern, zeigt die Polizei am Himmelfahrtstag wieder an beliebten Ausflugszielen im Norden Präsenz. Foto: dpaUm Alkoholexzesse, Randale und Gewalt am Vatertag zu verhindern, zeigt die Polizei am Himmelfahrtstag wieder an beliebten Ausflugszielen im Norden Präsenz. Foto: dpa

dpa/sph/jma Hannover/Osnabrück/Meppen Wenn die Bollerwagen-Trupps mit vollen Bierkästen am Vatertag starten, ist die Stimmung meist noch gut. Damit die Ausflüge später nicht in Alkoholexzessen und Krawall enden, zeigt die Polizei an Ausflugszielen Präsenz.

Um Alkoholexzesse, Randale und Gewalt am Vatertag zu verhindern, zeigt die Polizei am Himmelfahrtstag wieder an beliebten Ausflugszielen im Norden Präsenz. Gerade wegen des erwarteten guten Wetters will die Polizei vor Ort sein, wenn die Bollerwagengruppen eintreffen. (Weiterlesen: Wetter in der Region: Die Woche wird sonnig und trocken)

„Alle Feiertagsausflügler - vor allem Familien - wollen einen erholsamen und friedlichen Tag verbringen“, erklärte Polizeirat Markus Kiel in Hannover. „Um dies zu ermöglichen und gefährliche Situationen erst gar nicht eskalieren zu lassen, werden wir deutliche Präsenz zeigen und nötigenfalls frühzeitig kontrollieren.“ In Hannover schauen die Beamten unter anderem rund um den Maschsee nach dem Rechten. Als traurigen Spitzenreiter hatten die Beamten 2015 einen 17-Jährigen mit 2,77 Promille aus dem Verkehr gezogen. (Weiterlesen: Warum wird am Vatertag so viel gesoffen?)

Feucht-fröhliche Touren

Auch die Polizeidirektion Lüneburg schickt wieder Beamte zu den beliebten Zielen der feucht-fröhlichen Touren, an denen auch immer mehr Frauen Geschmack finden. „Etwas trinken ist okay. Zu viel trinken ist absolut uncool. Und Randale machen geht gar nicht“, so die Meinung der Polizei.

In Braunschweig sind die Beamten wieder auf den Pferden unterwegs. Die deutlich sichtbare Anwesenheit habe sich im letzten Jahr bewährt, sagte Polizeisprecher Wolfgang Klages.

In Wolfsburg gilt am Allersee am Vatertag ein striktes Alkoholverbot, um Ausschreitungen und Exzesse zu unterbinden. Am Tankumsee im Kreis Gifhorn ist nur Hochprozentiges tabu.

Musikfestival mit 40 DJs

Im Emsland rechnet die Polizei nicht mit Alkoholexzessen, Randalen und Gewalt. Laut Polizeisprecher Dennis Dickebohm wird es „keine große Einsatzlage“ geben. Christi Himmelfahrt oder wie es viele nennen, Vatertag, spielt im Emsland eine untergeordnete Rolle, anders ist dies am 1. Mai. Im Auge behalten wird an diesem Donnerstag dennoch das Electro-Festival „House am See“ am Speicherbecken in Geeste. Tausende Gäste erwarten die Veranstalter zu der Veranstaltung bei der etwa 40 DJ‘s auflegen. „Die Veranstalter haben natürlich eigene Auflagen bekommen und müssen eigenes Security-Personal stellen“, sagt Dickebohm.

Strenger geht der Landkreis Leer vor: Weil Vatertagstouren in vergangenen Jahren erhebliche Verschmutzungen hinterließen, sperrt der Landkreis den Grillplatz auf Gut Stikelkamp in Hesel.

Vielerorts wird aber auch ein Alternativprogramm zu den Bollerwagentouren angeboten. Rund um das Faulenquartier in Bremen etwa erwartet der Marathonclub rund 100 Staffeln zu unterschiedlichen Wertungen. Und einen Open-Air-Gottesdienst samt Jazzband gibt es in den Herrenhäuser Gärten in Hannover.

In der Region Osnabrück schaut die Polizei dem Feiertag relativ entspannt entgegen, besonders aufgerüstet werde nicht. „Wir appellieren allerdings an alle Väter und Umherziehenden, verantwortungsvoll mit Alkohol umzugehen“, sagt die Osnabrücker Polizeisprecherin Anke Hamker im Gespräch mit unserer Redaktion. In und um Osnabrück gilt im Gegensatz zu anderen Teilen Niedersachsens eher der 1. Mai als Tag für Bollerwagentouren.

Polizei rüstet auch in NRW auf

Auch im angrenzenden NRW rüstet die Polizei auf: Das größte Polizeiaufgebot wird in Bad Oeynhausen im Bereich der Saline vor Ort sein. Die Beamten der Kreispolizeibehörde werden von der Landesreiterstaffel sowie Kräften der Bereitschaftspolizei Bielefeld unterstützt. Ebenso sind auf dem Gelände des Sielparks Polizisten mit Diensthunden präsent. Laut Polizei sollen Randalierer frühzeitig ausgebremst werden. Zudem will die Polizei an der Mindener Messe sowie in Stemwede das Open-Air-Festival „Hai in den Mai“ Präsenz zeigen. Rund um das Festival soll der Verkehr verstärkt kontrolliert werden.


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