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Erschossen Auffälliger Munsteraner Wolf „Kurti“ ist tot

Von dpa

Der auffällig gewordene Wolf mit der Kennung MT6 aus dem Munsteraner Rudel ist tot. Symbolfoto: dpaDer auffällig gewordene Wolf mit der Kennung MT6 aus dem Munsteraner Rudel ist tot. Symbolfoto: dpa

Hannover. Der auffällig gewordene Wolf aus dem Munsteraner Rudel ist tot. Das auch Kurti genannte Tier sei am Mittwochabend im Landkreis Heidekreis abgeschossen worden, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag mit.

Ursprünglich sollte der Wolf mit der Kennung MT6 in ein Gehege in Springe gebracht werden. Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz hatte angekündigt, den Wolf nur im äußersten Notfall töten zu lassen. Die Entscheidung, das Tier nicht in das G

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Wölfe in Niedersachsen

Anderthalb Jahrhunderte waren Wölfe in Deutschland ausgerottet, vor knapp 20 Jahren kehrten sie eigenständig wieder zurück. 1998 siedelte sich ein erstes Wolfspaar in Sachsen an, zwei Jahre später wurden dort die ersten Welpen nachgewiesen. In Niedersachsen gab es 2006 erste Hinweise auf die Rückkehr des Wolfes. Im Frühjahr 2012 wurden erstmals wieder Wolfswelpen in freier Wildbahn - auf dem Truppenübungsplatz Munster in der Lüneburger Heide - geboren.

Nach aktuellen Schätzungen leben derzeit etwa 50 bis 70 Wölfe in Niedersachsen. Experten gehen von sieben ortstreuen Rudeln sowie einigen Wolfspaaren und Einzeltieren aus. Vermutet wird eine jährliche Zuwachsrate von etwa 30 Prozent. Das Revier eines Wolfes beziehungsweise eines Rudels umfasst in der Regel 250 bis 350 Quadratkilometer. Bei der Nahrungssuche kann der Wolf an einem Tag bis zu 70 Kilometer zurücklegen.

Wölfe ernähren sich in Deutschland in erster Linie von Rehen und Rothirschen, gefolgt von Wildschweinen, Damhirschen, Muffelwild, Hasen, kleinen und mittelgroßen Säugern sowie auch von Nutztieren. Schaf - und Ziegenhalter, die Wolfrisse in ihrer Herde nachweisen können, bekommen vom Land Niedersachsen eine Entschädigung.

In der gesamten Europäischen Union sind Wölfe streng geschützt. Gesunde Tiere dürfen deshalb weder getötet noch verletzt werden, bei Missachtung drohen hohe Geld- oder sogar Haftstrafen. Nur Gefahren- oder Notstandssituation rechtfertigen unter Umständen eine Tötung. Bei dem am Mittwoch abgeschossenen verhaltensauffälligen Wolf „Kurti“ sah das Umweltministerium in Hannover eine solche Gefahrensituation als gegeben an. (dpa)

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