3,5 Prozent mehr ab April 13000 Caritas-Beschäftigte erhalten mehr Lohn

Die Tarifverhandlungen waren erfolgreich: Rund 13000 Caritas-Mitarbeiter erhalten ab 1. April mehr Geld. Foto: Michael GründelDie Tarifverhandlungen waren erfolgreich: Rund 13000 Caritas-Mitarbeiter erhalten ab 1. April mehr Geld. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Tarifverhandlungen für rund 13000 Caritas-Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst der Bistümer Osnabrück, Hildesheim und dem Offizialat Vechta sind mit einem Ergebnis abgeschlossen worden. Die Beschäftigten erhalten zum 1. April eine Lohnsteigerung von 3,5 Prozent.

Die beiden Parteien haben sich am Mittwoch in der sogenannten Regionalkommission der Caritas Nord auf die Lohnerhöhung geeinigt. Das hat die Caritas in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. In der Kommission verhandeln je sechs Vertreter von Dienstgeber- und Mitarbeiterseite (so heißen bei der Caritas Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitnehmer).

3,5 Prozent mehr Lohn

Zum 1. April sollen die Ergebnisse der Aufwertungskampagne des öffentlichen Dienstes aus dem vergangenen Jahr übernommen werden. So sollen im Schnitt 3,5 Prozent mehr gezahlt werden als im Jahr zuvor. Mit diesem Beschluss vom Mittwoch habe die Regionalkommission Nord in Osnabrück den Vorschlag des Vermittlungsausschusses vom 15. März angenommen, hieß es zuvor von Mitarbeiterseite. Für Vollzeitbeschäftigte solle es zwischen 93 und 138 Euro mehr Gehalt pro Monat geben, Sozialarbeiter bekommen etwa 60 Euro monatlich mehr. Der Vermittlungsausschuss war angerufen worden, nachdem die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Anfang Februar ergebnislos geblieben waren.

Beschluss tritt nicht rückwirkend in Kraft

Bereits im vergangenen Dezember wurde eine Einigung für die Mitarbeiter erzielt, direkt bei den Bistümern und Kirchen in Niedersachsen angestellt sind. Sie bekamen rückwirkend zum 1. Juli 2015 mehr Geld.

Der jetzige Beschluss für die Beschäftigten, die nicht bei den Bistümern oder Kirchen angestellt sind, tritt demgegenüber nicht rückwirkend in Kraft.

Die Caritas zeigt sich zufrieden mit dem Ende der Verhandlungen. „Wir freuen uns, dass wir uns heute einigen konnten und den Bedürfnissen der Mitarbeitenden so weit wie möglich nachkommen“, erklärte Werner Negwer, Verhandlungsführer der Dienstgeberseite. „Gleichwohl sind wir an die Grenze der wirtschaftlichen Belastbarkeit gegangen“, betonte er weiter.

(mit dpa)


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