zuletzt aktualisiert vor

Ehrung und Empfang mit Wulff und Weil NOZ-Veteran Hans Brinkmann in Hannover verabschiedet


Hannover/Osnabrück. Der langjährige Landeskorrespondent der Neuen Osnabrücker Zeitung, Hans Brinkmann, geht zum Monatsende in den Ruhestand. Bei einem Empfang am Maschsee in Hannover ehrten den Veteranen seiner Zunft zahlreiche Vertreter von Politik und Verbänden, darunter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU), Bundespräsident a.D. Christian Wulff sowie zahlreiche Kabinettsmitglieder und Kollegen.

Brinkmann, erinnerte Weil in einer launigen Ansprache, war der erste Journalist, der jemals über Gorleben als Standort eines Atommülllagers geschrieben hatte. Brinkmann, wusste der Regierungschef weiter zu erzählen, war als erster Journalist in Helmstedt vor Ort, als 1989 die Mauer fiel. Der NOZ-Redakteur habe keinesfalls immer zum Gefallen der Politiker im Land berichtet, aber wegen seiner Sachkenntnis, Fairness und Freude an der Arbeit immer den allergrößten Respekt genossen.

Über Nacht zurück von der Kreuzfahrt

Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke hatte Brinkmann, der vor mehr als 43 Jahren seine Laufbahn in dem Medienhaus begonnen hatte, zuvor den größten Dank von Verlegern, Geschäftsführern und Gesamtredaktion ausgesprochen. Auch er hatte eine Anekdote parat, nämlich dass der Landeskorrespondent vor wenigen Jahren eine Mittelmeerkreuzfahrt kurzerhand nach der Hälfte abgebrochen hatte, um von Italien aus über Nacht mit einem Leihwagen die Heimfahrt anzutreten. Grund: Nach dem Rücktritt des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler machte ein Name als Nachfolger die Runde, den Brinkmann nur zu gut kannte: Christian Wulff. Der Redakteur empfand es als seine Pflicht, über das Geschehen in Hannover zu berichten und beendete seinen Urlaub nicht zum ersten Mal vorzeitig.

Wulff mehr als 40 Jahre lang begleitet

Den damaligen niedersächsischen Minister- und späteren Bundespräsidenten, der ebenfalls im „Pier 51“ in der Landeshauptstadt zu Gast war, hob Brinkmann in seiner Dankesrede ausdrücklich hervor. Über Wulff hatte der Redakteur, der in Hannover sieben Regierungschefs erlebt hat, schon vor mehr als 40 Jahren geschrieben und ihn seither in guten wie schlechten Zeiten kontinuierlich begleitet.

Station in Berlin

Seine Laufbahn hatte Brinkmann 1972 in der Zentrale der NOZ in Osnabrück begonnen, bevor er einige Jahre später erst als Lokalredakteur in Papenburg, dann als Redaktionsleiter in Lingen im Emsland arbeitete. 1989 ging er als Niedersachsen-Korrespondent nach Hannover und war dort als zuletzt dienstältestes Mitglied der Landespressekonferenz tätig, einzig unterbrochen von einem dreijährigen Gastspiel als bundespolitischer NOZ-Korrespondent in Berlin.

Zahlreiche Minister zu Gast

In Hannover folgt auf ihn Klaus Wieschemeyer, bisher Landeskorrespondent der Schwäbischen Zeitung am baden-württembergischen Regierungssitz in Stuttgart. Auf dem Empfang knüpfte er erste Kontakte beispielsweise zu Innenminister Boris Pistorius und Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (beide SPD), Umweltminister Stefan Wenzel und Agrarminister Christian Meyer (beide Grüne), FDP-Landeschef Stefan Birkner oder CDU-Vertretern wie Fraktionschef Björn Thümler und Generalsekretär Ulf Thiele.

Gesamte Chefredaktion

Ebenfalls zu Gast waren neben zahlreichen Landtagsabgeordneten und Verbandsvertretern unter anderem Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok sowie Michael Fürst, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden des Landes, die niedersächsischen Chefredakteure Christian Klose (Nordsee-Zeitung, Bremerhaven) und Hans Willms (Kreiszeitung, Syke/Diepholz) sowie neben Geisenhanslüke die gesamte Chefredaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung mit Berthold Hamelmann, Burkhard Ewert und Anne Krum.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN