Verdacht der Vorteilsnahme Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen 30 Polizisten

Gut 30 Mitarbeiter der Polizei Hannover stehen im Verdacht der Vorteilsnahme. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Symbolfoto: dpaGut 30 Mitarbeiter der Polizei Hannover stehen im Verdacht der Vorteilsnahme. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Gut 30 Mitarbeiter der Polizei Hannover stehen im Verdacht der Vorteilsnahme. Sie sollen bei einer Autowerkstatt in Hannover unzulässig Rabatte bei Reparaturen an Privatwagen erhalten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Bei den Beschuldigten handele es sich um Angestellte, Verwaltungs- und Polizeivollzugsbeamte, die zum größten Teil bei der Polizeidirektion Hannover tätig sind, heißt es in einer Mitteilung. Darüber hinaus werde auch gegen Angehörige der Zentralen Polizeidirektion ermittelt. Am Freitagmorgen seien mehrere Vernehmungen durchgeführt und bei einer Person Dienst- und Privaträume durchsucht worden.

Zumeist geringe Summen

Das Verfahren der Staatsanwaltschaft habe sich im Sommer 2015 zunächst gegen die Autowerkstatt gerichtet. Im Rahmen der Ermittlungen gerieten die Mitarbeiter der Polizei in den Verdacht, unrechtmäßig Rabatte entgegengenommen zu haben, heißt es in der Mitteilung zu den Ermittlungen.

Nach derzeitigem Stand handele es sich bei den meisten Fällen um geringe Summen, die an der unteren Grenze des möglicherweise Strafbaren lägen. Geprüft würden auch dienstrechtliche Verstöße. Einige der Verdächtigen seien bis zur Klärung der Vorwürfe vorläufig in andere Bereiche versetzt worden.

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