Interessent gefunden Neue Hoffnung für den Schuppen 3 in Bremen

Von Martin Kolbe

Ein tristes Bild gibt der Schuppen 3 im Bremer Überseehafen ab. Das könnte sich mit einem neuen Investor ändern. Foto: WFB/Jens LehmkühlerEin tristes Bild gibt der Schuppen 3 im Bremer Überseehafen ab. Das könnte sich mit einem neuen Investor ändern. Foto: WFB/Jens Lehmkühler

Bremen. Noch vor anderthalb Jahren scheiterte eine Ausschreibung für den Schuppen 3 mit seinen 22000 Quadratmeter Nutzfläche am Europahafen in Bremen, weil das einzige Angebot nicht den Vorstellungen der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) entsprach. Nun gibt es einen Interessenten, ohne dass ein Ausschreibungsverfahren läuft.

Die WFB und die Politik bestätigen die Existenz eines potenziellen Investors, geben dessen Identität aber nicht preis. Es soll laut Medienberichten aber keiner der naheliegenden Kandidaten sein, also keine Firma, die für ihre Aktivitäten in der Überseestadt bekannt ist. Durchgesickert ist aber, dass bis zu 450 neue Wohnungen entstehen könnten.

Jürgen Pohlmann, baupolitischer Sprecher der Bremer SPD, gehört zu den Eingeweihten und betrachtet die Sache positiv. Die Anforderungen an einen Schuppen 3 der Zukunft kann er genau benennen. „Wichtig ist zum Beispiel der Erhalt des Charakters der Außenansicht“, sagt Pohlmann. „Der Schuppen schließt direkt an die Marcuskaje an. Das muss weiterhin passen. Auch die Entwicklung der Marcuskaje ist ein wichtiges Projekt.“

Doch mit der passenden Optik ist es nicht getan. „Das Zukunftskonzept muss Wohnungsbau beinhalten. Und es soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. An der Marcuskaje sieht man keinen Unterschied zwischen sozialem und sonstigem Wohnungsbau. Das soll beim Schuppen 3 auch so sein“, verlangt Pohlmann.

Gewerbe müsse ebenfalls im Schuppen vertreten sein, darunter auch Kreativwirtschaft. Schon heute sind einige Kreativschaffende in dem Schuppen ansässig. „Außerdem soll es eine Öffnung des öffentlichen Raumes zum Wasser geben“, sagt Pohlmann. Er sei gespannt auf genauere Entwürfe.

Hier zeigte sich sein Parteikollege Wolfgang Golinski aus dem Beirat Walle skeptisch. Er wies in Medienberichten auf eine erhebliche Abweichung von den Vorstellungen der Stadt hin. Laut Medienberichten könnte ein teilweiser Rückbau des alten Gebäudes bevorstehen.