Nach Schiffsunfall auf der Ems Friesenbrücke: Niedersachsen fordert größeren Neubau



Osnabrück. Die historische Friesenbrücke bei Weener ist nach dem Schiffsunfall wohl Geschichte. Das Bauwerk stand bislang Erweiterungsplänen der Bahnlinie von Groningen nach Bremen im Weg. Den vermutlich notwendigen Neubau sollte man glech zum Ausbau der Bahnstrecke nutzen, sagt Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD)

Lies forderte die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium im Gespräch mit unserer Redaktion auf, die Zerstörung der Friesenbrücke im Sinne eines Ausbaus der Bahnverbindung zwischen Bremen und Groningen in den Niederlanden zu nutzen. Der SPD-Politiker sagte: „Es sieht derzeit so aus, als muss die Brücke neugebaut werden. Das ist zwar bedauerlich, eröffnet aber auch ungeahnte Möglichkeiten.“ (Weiterlesen: Friesenbrücke: Polizei ermittelt gegen Kapitän und Lotsen)

Friesenbrücke als Hindernis

Weil die Brücke weder elektrifiziert noch zweispurig war, galt sie als Engpass beim vor allem aus den Niederlanden und Niedersachsen geforderten Ausbau der Strecke. Nachdem ein Frachter die Brücke gerammt und schwer beschädigt hat, muss sie nun womöglich komplett neu gebaut werden. „Das ist eine Chance für den europäischen Bahnverkehr, die genutzt werden muss“, forderte Lies. (Weiterlesen: Friesenbrücke in Weener muss neu gebaut werden)

Niederländer wollen in Deutschland investieren

Der Ausbau der Strecke wird vor allem aus den Niederlanden forciert. Das Nachbarland hatte sich bereit erklärt, Baukosten in Deutschland in Höhe von 55 Millionen Euro zu übernehmen. Infolge des Unfalls ist der Bahnverkehr auf der Strecke derzeit weitgehend eingestellt. Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen.


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