Petition gestartet Streit um letzten Zirkusaffen: Soll Robby im Zirkus bleiben?

Der Circus Belly im Winterquartier im Landkreis Celle will den Schimpansen „Robby“ im Programm halten. Foto: PetaDer Circus Belly im Winterquartier im Landkreis Celle will den Schimpansen „Robby“ im Programm halten. Foto: Peta

sha/dpa Celle/Osnabrück. Was wird aus dem Zirkusaffen Robby? Der zuständige Landkreis Celle hat verfügt, dass das Tier in eine Einrichtung zur Resozialisierung von Schimpansen überführt wird. Dagegen wenden sich jetzt Unterstützer des „Circus Belly“ – mit einer Online-Petition.

Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet, hat Natalie Hoffmeyer auf der Plattform change.org bereits nahezu 600 Unterstützer hinter sich gebracht. Dem Bericht zufolge gehört sie zum Team Circus Belly, der seinen Wintersitz im Landkreis Celle hat.

Hoffmeyer schreibt auf change.org, eine Trennung des Affen vom Circus Belly „würde ihn vor Heimweh kaputt gehen lassen“. Das 41-jährige Tier lebe seit 38 Jahren in dem Zirkusbetrieb, der Zirkus sei „seine Familie“, und mit dieser solle er den Rest seines Lebens verbringen.

Peta: Robby unter Artgenossen bringen

Mitglieder der Tierschutzorganisation Peta sehen das anders. Bei einer Protestaktion sagte der Aktivist André Jantzen laut HAZ: „Wenn man als einziger Mensch unter Affen leben muss, ist man auch froh, nach 40 Jahren wieder unter Menschen zu kommen.“

Die Veterinärbehörde im Landkreis Celle hatte eine geltende Genehmigung zum Halten und Zurschaustellen des letzten Menschenaffen in einem deutschen Zirkus nicht mehr verlängert. Bis Ende des Jahres soll Robby demnach an eine auf die Resozialisierung von Schimpansen spezialisierte Einrichtung abgegeben werden.

Behörden erklärten, für eine von Tierschützern verlangte Beschlagnahme von Robby in Wunstorf indes gebe es keine Handhabe. Robby müsse erst zum Jahresende den Zirkus verlassen, und außerdem könne gegen den Behördenbescheid auch Widerspruch eingelegt werden.


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