Messerattacke in Stolzenau Asylbewerber sticht auf Polizeiwache auf Dolmetscher ein

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Mit einem Messer stach der Asylbewerber auf den Dolmetscher ein. Er verletzte ihn am Hals. Symbolfoto: dpaMit einem Messer stach der Asylbewerber auf den Dolmetscher ein. Er verletzte ihn am Hals. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Messerattacke im Polizeigebäude: Ein 44-jähriger Asylbewerber hat im Kommissariat Stolzenau einen Dolmetscher mit einem Messer angegriffen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Verden am Freitag mit.

Bei der Messerattacke verletzte der Asylbewerber den 49-jährigen Dolmetscher am Hals. Wie aus der Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Freitag hervor geht, ereignete sich die Tat bereits am Mittwochmorgen.

Die Polizei hatte den aus Montenegro stammenden Mann aufgegriffen und zum Polizeigebäude gebracht, weil er einen verwirrten Eindruck auf die Beamten gemacht haben soll. Da es Sprachprobleme gab, wurde ein Dolmetscher angefordert. Im Gespräch soll der 44-Jährige in einer freundlichen Gesten einen Arm um den Dolmetscher aus Nienburg gelegt haben. Dann zog er laut Staatsanwaltschaft ein Messer und stach plötzlich auf das Opfer ein. Polizisten überwältigten den Montenegriner.

Verletzung potenziell lebensbedrohlich

Ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Rechtsmediziner bewertete die Verletzung als potenziell lebensbedrohlich. Der 49-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, ist mittlerweile aber wieder entlassen worden. Der Angreifer wurde in einer geschlossenen Abteilung untergebracht. Ein Sachverständiger soll die Schuldfähigkeit des Mannes überprüfen, heißt es in der Mitteilung.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hielt sich der 44-Jährige bereits 1993 und 1999 in Deutschland auf. Im Mai dieses Jahres reiste er erneut ein und stellte einen Asylfolgeantrag.

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