Unterkünfte für Asylbewerber So ist die Situation in Niedersachsens Erstaufnahmelagern

Von dpa

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Hannover. Friedland, Bramsche, Braunschweig, Osnabrück: In Niedersachsen gibt es derzeit vier Erstaufnahmelager – fast alle sind hoffnungslos überfüllt. Eine Übersicht.

Zu den vier bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen kommt im November eine fünfte dazu: das Kloster Blankenburg in Oldenburg. Wegen des hohen Bedarfs laufen aber noch weitere Verhandlungen für Standorte in Cuxhaven, Neu Tram im Wendland und Osterode im Harz. Weiterlesen: Aus diesen zehn Ländern kommen die meisten Asylbewerber )

FRIEDLAND: Das ehemalige Grenzdurchgangslager wird seit Januar 2011 als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt, davor war es Anlaufpunkt für Spätaussiedler und jüdische Zuwanderer. Es hat eine Kapazität von 700 Betten, ist aber mit Zelten, Mietcontainern und Außenstellen erweitert worden. Aktuell sind dort mehr als 3000 Menschen untergebracht.

BRAUNSCHWEIG: Das älteste Erstaufnahmelager des Landes ist seit April 1983 im Dienst. Es hat auch eine Kapazität von 700 Betten, mit Zelten, Mietcontainern und Außenstellen in Hotels beherbergt es derzeit rund 2010 Betten. (Weiterlesen: Fünf Irrtümer zum Thema Flüchtlinge )

BRAMSCHE: Seit Januar 2014 als Erstaufnahmelager genutzt, bietet es eine offizielle Kapazität von 800 Betten, mit Zelten, Mietcontainern und Außenstellen in Hotels leben hier derzeit 1655 Menschen. Wie Friedland war auch Bramsche früher ein Grenzdurchgangslager für Spätaussiedler beziehungsweise eine Unterkunft für Asylbewerber. (Weiterlesen: Weshalb Handys für Asylbewerber hilfreich sind )

OSNABRÜCK: Das ehemalige Bundeswehrklinikum befindet sich seit Dezember 2014 im Umbau. Derzeit sind rund 370 Betten belegt, bis Ende des Jahres werden mindestens alle geplanten 600 Plätze belegt sein.

OLDENBURG (ab November): Das frühere Kloster Blankenburg soll ab November erneut als Erstaufnahmelager fungieren. Auch hier sollen bis zu 600 Personen unterkommen. Bis 2009 waren in Blankenburg bereits Asylbewerber untergebracht, was wegen der Abgeschiedenheit auch umstritten war.


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