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Ein Opfer aus Westoverledingen Drei Menschen aus Ostfriesland sterben bei Unfall in Österreich

Drei Urlauber aus Deutschland sind in Österreich vor einem Autobahn-Tunnel tödlich verunglückt. Foto: dpaDrei Urlauber aus Deutschland sind in Österreich vor einem Autobahn-Tunnel tödlich verunglückt. Foto: dpa

dpa/yjs Gratkorn. Tödliches Ende einer Reise in den Süden: Ein Kleinbus mit vier Ostfriesen an Bord ist vor dem Gratkorntunnel bei Graz in Österreich ungebremst auf einen Lastzug geprallt. Drei Insassen kamen dabei ums Leben – unter anderem aus Westoverledigen.

Ein vierter schwebte in Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte. Der Unfall geschah demnach Freitagfrüh auf der Pyhrnautobahn (A9), wo der Lastwagen mit Anhänger an einer roten Ampel vor dem Tunnel gehalten hatte. Bei den Toten handelt es sich um den Fahrer und zwei Frauen, die auf dem Rücksitz starben. Sie waren auf dem Heimweg von einer Kirchenfreizeit aus Kroatien.

Frauen von Gepäck erschlagen

Der Beifahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Nach Aussage des Einsatzleiters des Roten Kreuzes dürfte schlecht gesichertes Gepäck die Frauen erschlagen haben. Der rote VW-Bus, dessen komplette Vorderfront beim Aufprall zertrümmert wurde, war nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA auf eine evangelische Kirchengemeinde im Landkreis Leer zugelassen. Weder die österreichische Polizei noch das zuständige Auswärtige Amt in Berlin machten weitere Angaben zu den Umständen des Unfalls.

Opfer Westoverledingen, Ostrhauderfehn und Barßel

Die Opfer sind nach Angaben der Polizeiinspektion Leer/Emden eine 45-jährige Frau aus Barßel, eine 61-Jährige aus Ostrhauderfehn sowie einen 22-Jährigen aus Westoverledingen. Sie alle erlagen nach den Angaben noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Der Schwerverletzte ist ein 24-jähriger Mann ebenfalls aus Westoverledingen – ein Notarztwagen brachte ihn ins Landeskrankenhaus Graz. Aufgrund des schweren Unfalls

wurde die A9 in Fahrtrichtung Linz mehrere Stunden gesperrt.

Kirchenkreis trauert

Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Rhauderfehn teilte mit, bei den Insassen habe es sich im haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Kirchenkreisjugenddienstes gehandelt, die auf der Rückfahrt einer Kroatienfreizeit waren. Bei den Opfern handele es sich um einen hauptamtlichen und zwei ehrenamtliche Mitarbeiter. Die lebensgefährlich verletzte Person sei ebenfalls einen Ehrenamtsmitarbeiter. Der Reisebus mit 44 weiteren Teilnehmern sind unbeschadet am Freitag zurückgekehrt. „Über das Geschehen sind wir alle fassungslos. Am wenigstens begreifen es die

Teammitglieder und Jugendlichen, die sich am Donnerstagnachmittag fröhlich in Kroatien

auf den Weg gemacht haben, um die Rückfahrt in die Heimat anzutreten“, teilte Superintendent schriftlich Gerd Bohlen mit. „Sie und wir alle sind unendlich traurig und fassungslos. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen der Verunglückten. Wir hoffen auf Genesung für den verletzten

Studenten“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Landessuperintendent bestürzt

Auch Detlef Klahr, Landessuperintendent der Ev.-Luth. Landeskirche Hannover, zeigt sich bestürzt. „Die Nachricht vom schweren Unfall und dem Tod unserer Mitarbeiterinnen und unseres Mitarbeiters aus dem Kirchenkreis Rhauderfehn erschüttert mich und macht mich tief traurig“, wird Klahr zitiert.