Projekt endet am Samstag Azubis übernehmen Oldenburger Obi-Markt

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Kompetente Beratung: Zwei Wochen lang haben die Azubis Lena-Marie Metasch aus Düsseldorf und Nils Lembach aus Göttingen die Kunden im Oldenburger Obi-Markt beraten. Foto: Ole RosenbohmKompetente Beratung: Zwei Wochen lang haben die Azubis Lena-Marie Metasch aus Düsseldorf und Nils Lembach aus Göttingen die Kunden im Oldenburger Obi-Markt beraten. Foto: Ole Rosenbohm

Oldenburg. In einem Obi-Markt in Deutschland übernehmen einmal im Jahr für zwei Wochen Auszubildende die komplette Filiale. Diesmal ist ein Markt in Oldenburg dran. Am Samstag endet das Ausbildungsprojekt.

Die Schrauben liegen noch in ihren Fächern, das Holz wird weiter passgenau zugeschnitten, aber aufmerksame Besucher des Obi-Marktes bei Ikea merken sofort: Irgendwas ist anders. Nicht nur, weil die Belegschaft jünger ist, sondern auch, weil sich die Mitarbeiterzahl verdreifacht hat. Bis zum morgigen Samstag besteht sie zudem ausschließlich aus Auszubildenden.

114 Azubis

114 Auszubildende aus Nord- und Westdeutschland organisieren den Markt im Dreischichtsystem. Aber es sind immer noch viele, die sich um die Kunden kümmern können. Joschua Czichon war schon bei der Planung im Frühjahr dabei. Der 26-Jährige gehört zu den 36 Studenten, die beim Unternehmen und an der Universität ein duales Studium absolvieren: Ausbildung plus Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Handel. „Jeder Azubi bei Obi macht einmal während seiner Ausbildung in so einem Azubi-Markt mit“, erklärt Czichon. „Man muss viel miteinander reden, dann läuft es.“ Anders als seine Kollegen trägt er kein oranges Shirt, sondern ein weißes Marktleiter-Hemd. „Wir sind hier auf Augenhöhe“, sagt er. Eine Hierarchie gebe es dennoch.

Viele Herausforderungen

Wichtig ist: „Den Überblick bekommen.“ Wo sind welche Abteilungen, was ist anders als im Heimat-Markt? „Inzwischen haben wir es drauf“, sagt Czichon. Oft gibt es Herausforderungen. „Einmal wollte jemand einen Anhänger kaufen, aber das hatte ich noch nie gemacht.“ Nach einem Telefonat mit den Kollegen im anderen Oldenburger Obi-Markt wusste er Bescheid.

Bei den Kunden kommt das Projekt gut an. „Ich finde die Aktion klasse. Besser kann man doch Verantwortung nicht lernen“, sagt eine Frau.

Eigene Social-Media-Abteilung

Dass das Feedback der Kunden positiv ist, merken auch die vier Azubis der eigens für die zwei Wochen eingerichteten Social-Media-Abteilung. Fotos, Vorstellungstexte über die Azubi-Kollegen oder ein Willkommens-Video für die neueste Azubi-Generation produzierte die Gruppe. „Wir haben mehr zu tun als die anderen denken“, sagt Hendrik Poel aus der Social-Media-Abteilung.

Die Besucher merken: Der Nachwuchs ist mit Spaß bei der Sache, aber manchmal wird es auch ernst. „Man kommt schon in Stress, wenn man eine Frage nicht beantworten kann“, sagt Lena-Marie Metasch. Dazu die Umgewöhnung: „Mein Markt in Düsseldorf ist doppelt so groß wie der hier.“ Letztlich aber sei das Projekt eine gute Chance, über sich hinauszuwachsen.

Am Samstag endet für die Azubis eine unvergessliche Zeit mit einer Abschlussfeier. Eine Mischung aus Arbeit und Klassenfahrt, findet jemand. „Abends hatten wir hier sowieso unseren Spaß hier.“ Bis Sonntag sind alle 114 noch in einem Hotel nahe der Innenstadt untergebracht. „An die zwei Wochen denken wir bestimmt noch lange zurück.“


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