„Flirt 3“ der Westfalenbahn Neue Züge für Emslandlinie im Praxistest in der Region

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Osnabrück. Spätestens zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember rollen die neuen Züge der Westfalenbahn auf den Schienen durch das Emsland. Schon jetzt sind die ersten Triebwagen des Typs „Flirt 3“ im Praxistest mit Fahrgästen unterwegs: Die Privatbahn setzt sie seit dieser Woche auf der Strecke RB 61 zwischen Bielefeld, Osnabrück und Bad Bentheim ein.

Insgesamt 15 Triebwagen im Wert von 75 Millionen Euro hat die Westfalenbahn für die Emslandlinie bestellt. Mitte Dezember übernimmt die Privatbahn mit Sitz in Bielefeld die Regionalzüge auf der Strecke zwischen Münster und Emden von der Deutschen Bahn. Der Staatskonzern hat in den vergangenen Monaten für viel Ärger unter den Fahrgästen gesorgt: Immer wieder kam es zu Verspätungen und Ausfällen. (Weiterlesen: Emslandstrecke: Niedersachsen straft Bahn ab)

Weitere Triebwagen im Alltagstest

Die Westfalenbahn will es mit ihren neuen „Flirt“-Triebwagen künftig besser machen. Die Züge haben 215 Sitzplätze und bieten Platz für bis zu 42 Fahrräder. Zwei Exemplare sind bei Bahnhofsfesten im Emsland bereits auf die Namen „Meppen“ und „Salzbergen“ getauft worden. In den kommenden Wochen sollen weitere Züge vom Hersteller Stadler in Berlin ausgeliefert und ebenfalls in den Alltagstest zwischen Bielefeld, Osnabrück und Bad Bentheim gehen, erklärt das Unternehmen auf Nachfrage. (Weiterlesen: Westfalenbahn will im Nordwesten pünktlich starten)

Neue Doppelstock-Züge

Auch die neuen Doppelstock-Triebwagen des Typs „Kiss“ will die Westfalenbahn demnächst zum Alltagseinsatz auf die Strecke schicken. Diese Züge sollen ab Mitte Dezember die bisherigen Regionalexpress-Züge der Deutschen Bahn zwischen Rheine, Osnabrück, Bielefeld und Braunschweig ersetzen. Der Zeitpunkt für den Start stehe jedoch ebenso wenig fest wie die dafür infrage kommende Strecke, lässt das Unternehmen wissen.

Verlust des „Teutoburger-Wald-Netzes“

Aktuell umfasst das Netz der Westfalenbahn die Strecken Bielefeld–Bad Bentheim, Osnabrück–Münster, Münster–Rheine und Herford–Paderborn. Hier ist die Privatbahn noch bis Ende 2017 unterwegs: Eine erneute öffentliche Ausschreibung der Linien des „Teutoburger-Wald-Netzes“ hat die Privatbahn kürzlich verloren. Einen Widerspruch hat das Unternehmen zwischenzeitlich zurückgezogen: Künftig fahrt auf den Linien die Eurobahn, ebenfalls eine Privatbahn mit Sitz in Hamm.

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