Regionalstelle in Osnabrück bleibt Nifbe bleibt im Kern erhalten

„Tragfähigen Kompromiss“ erreicht: Professorin Renate Zimmer. Foto: Michael Gründel„Tragfähigen Kompromiss“ erreicht: Professorin Renate Zimmer. Foto: Michael Gründel

Hannover/Osnabrück. Das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung (Nifbe) bleibt in abgespeckter Form erhalten.

Nach langem Tauziehen wurde am Donnerstag in Hannover ein Kompromiss vereinbart, den die Institutschefin Prof. Renate Zimmer gegenüber unserer Redaktion als „tragfähig“ bezeichnete. Im Vergleich zur Ausgangslage mit einer beabsichtigten Zerschlagung der Einrichtung habe man „eine Menge erreicht“ und einen Erfolg erzielt.

Die Eckpunkte der Übereinkunft sehen vor, dass das Nifbe künftig als In-Institut innerhalb der Universität Osnabrück fungiert, aber weiterhin über eine Geschäftsstelle und ein regionales Netzwerk zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis verfügt. Die Zuwendungen des Landes werden von derzeit fünf Millionen auf künftig drei Millionen Euro pro Jahr gekürzt, allerdings sollen noch mindestens 1,3 Millionen Euro jährlich aus der Volkswagen-Dividende (VW-vorab) für Forschungsvorhaben zur Verfügung gestellt werden.

Im Gegensatz zu den ursprünglichen Plänen bleiben die fünf Regionalstellen des Nifbe in Hannover, Hildesheim, Emden, Lüneburg und Osnabrück erhalten. Sie sollen aber nur noch mit jeweils 150 000 Euro statt bislang 350 000 Euro dotiert werden.

Auch Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) würdigte den Kompromiss. Damit sei „für die erfolgreiche Arbeit des Nifbe ein dauerhaftes Fundament geschaffen“, worden, betonte Heinen-Kljajic. Es sei gelungen, die zu komplexe Organisationsstruktur zu vereinfachen.


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