Klarheit erst nach Kabinettsklausur Zukunft des Nifbe weiter in der Schwebe

Entscheidung über das Nifbe in der nächsten Woche? Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic. Foto: dpaEntscheidung über das Nifbe in der nächsten Woche? Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic. Foto: dpa

Hannover. Die Zukunft des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) ist weiter in der Schwebe.

In einer Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses des Landtages gaben die Parlamentarier von SPD und Grünen am Donnerstag zu verstehen, dass zunächst die Kabinettsklausur zum Haushaltsplan 2016 in der nächsten Woche abgewartet werden müsse. Vorher könnten keine präzisen Festlegungen getroffen werden.

Die Abgeordneten Bernd Lynack (SPD) und Volker Bajus (Grüne) bekräftigten, dass entgegen ursprünglichen Plänen des Wissenschaftsministeriums nun doch die regionalen Netzwerke des Nifbe „in veränderter Struktur“ erhalten bleiben sollten. Klarheit zu Details könne es aber erst nach der Haushaltsklausur geben.

Vertreter des Ministeriums kündigten an, dann noch einmal ein Gespräch mit Vertretern des Instituts zur künftigen Organisation führen zu wollen.

CDU und FDP übten scharfe Kritik. Die Abgeordneten Jörg Hillmer, Burkhard Jasper und Almuth von Below-Neufeldt pochten darauf, mit einem kurzfristigen Votum für den Erhalt des Nifbe in seinen Grundstrukturen ein Signal für den Fortbestand der rund 70 Arbeitsplätze in den Netzwerken zu schaffen. Die Verträge dieser Bediensteten laufen Ende 2015 aus. Dieser Antrag wurde jedoch von SPD und Grünen abgelehnt. Kurzfristig wurde für Donnerstag nächster Woche eine weitere Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses anberaumt.

Als Gast verfolgte auch der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die Debatte. Er appellierte an die Beteiligten, die einzigarbitige Konstruktion des Nifbe mit Forschung und Vermittlung in die Praxis unbedingt zu erhalten.


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