Für AKW Emsland Letzte MOX-Brennelemente nach Niedersachsen geliefert

Das Abklingbecken des Atomkraftwerks Emsland in Lingen. Foto: dpaDas Abklingbecken des Atomkraftwerks Emsland in Lingen. Foto: dpa

Osnabrück. Transporte von umstrittenen Mischoxid-Brennelementen (MOX) soll es laut dem niedersächsischen Umweltministerium künftig nicht mehr geben: Der Behörde zufolge sei die letzte Ladung des plutoniumhaltigen Materials Ende Juni zum Atomkraftwerk Emsland geliefert worden.

Das AKW Emsland habe insgesamt 24 der MOX-Brennelemente erhalten, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Demnach habe die Herstellerfirma Areva angekündigt, nach der erfolgten Auslieferung die Montagestätte im belgischen Dessel zu schließen. Um den Einsatz der Elemente, die unter anderem Plutonium enthalten, hatte es in der Vergangenheit immer wieder Streit gegeben. (Weiterlesen: Atomgegner kritisieren „Mox“-Einsatz in Lingen)

Kritik des Umweltministers

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) wies darauf hin, dass er den Einsatz der plutoniumhaltigen MOX-Brennelemente kritisch bewertet.

Ins AKW Emsland wurden seit der Inbetriebnahme im Jahr 1988 insgesamt 156 MOX-Brennelemente geliefert. Die letzten zwölf der jetzt eingetroffenen Elemente werden laut Ministerium voraussichtlich im Jahr 2016 in den Reaktor eingesetzt. (Weiterlesen: )

Im Kernkraftwerk Grohnde (bei Göttingen) wurden Wenzel zufolge letztmalig 2014 neue Mischoxid-Brennelemente eingesetzt.

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