Acht bestätigte Wolfsangriffe Schaf in Vechta vermutlich von Wolf gerissen

Von Benjamin Beutler


Osnabrück. Am Dienstag ist bei Vechta ein gerissenes Schaf auf einer Weide gefunden worden. Der Kamerun-Schafbock gehörte zu einer achtköpfigen Herde eines Hobbyzüchters. Ein hinzugeholter Experte geht davon aus, dass das Tier einem Wolf zum Opfer gefallen ist.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Nordwestmedia wollte der Rentner Theodor Adam am Dienstagabend nach seinen Schafen schauen. Der Hobbyzüchter bemerkte, dass ein Schafbock von seiner achtköpfigen Herde fehlte. Er fand das Tier einige Meter entfernt mit aufgerissenem Rumpf. Der Tierkadaver bestand fast nur noch aus Brustkorb und Kopf. (Weiterlesen: Wölfe sollen Radfahrer bei Soltau verfolgt haben)

Acht bestätigte Wolfsangriffe in der Region

Theodor Adam alarmierte die Polizei, die den Wolfsberater Dr. Torsten Schumacher hinzuzog. Schumacher ist einer von drei ehrenamtlichen Wolfsberatern im Landkreis Vechta. Im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigt er den Verdacht eines Wolfsangriffs. „ Es handelt sich eindeutig um einen Riss. Es fehlen wesentliche Organe“, sagt Schumacher. Die Untersuchung der DNA beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLKWN) müsse den Verdacht allerdings bestätigen.

Schumacher hat nach eigener Aussage bereits 32 gerissene Tiere untersucht. In acht Fällen konnte ein Wolfsangriff bestätigt werden. Ob es sich bei den Angriffen immer um denselben Wolf handle, kann Schumacher nicht sagen.

(Weiterlesen: Wolf gefährlich für Pferde? Reitverbände streiten sich)

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