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Dienstausweis der Polizei Niedersachsen So erkennt man echte Polizisten in Niedersachsen


Osnabrück. Betrüger geben sich in Niedersachsen immer öfters als Polizisten aus. Bisweilen haben sie mit der Masche Erfolg. Woran erkennt man einen echten Polizisten?

Die Zahl der Straftaten falscher Polizisten in Niedersachsen ist seit Jahresbeginn stark gestiegen. Das meldet das LKA. Aber wie kann man Polizisten zweifelsfrei identifizieren?

Marco Ellermann, Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück, verweist auf den Dienstausweis. „Zivilbeamte sind grundsätzlich angehalten, sich auszuweisen, da sie nicht sofort als Polizisten zu erkennen sind“, sagt Ellermann im Gespräch mit unserer Redaktion. Uniformierte Beamte tragen in der Regel einen Dienstausweis bei sich, sind aber nicht verpflichtet ihn mitzuführen. (Weiterlesen: Falsche Polizisten kontrollieren Fahrzeuge in Osnabrück)

Die Ausweise der Polizei unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Der Dienstausweis in Niedersachsen ist grün und aus Papier. In NRW dagegen ist der Ausweis aus Plastik und hat die Größe einer Scheckkarte .

Name, Dienstgrad, Dienstausweisnummer

Auf dem niedersächsischen Dienstausweis sind Name, Dienstgrad, Dienstausweisnummer und Foto des jeweiligen Polizeibeamten zu finden. Zugleich ist der Dienstausweis auch Ausweis-Dokument zum Führen von Schusswaffen.

Zusätzlich tragen Beamte der Kriminalpolizei eine Dienstmarke mit sich. Die gilt allerdings nur als zusätzliches Ausweisdokument und ersetzt nicht den Dienstausweis bei der Legitimation gegenüber dem Bürger. Auf der Marke ist zwar eine Nummer und das Landeswappen eingeprägt, aber nicht der Name des Trägers.

Im Zweifel 110

Bei der Überprüfung des Dienstausweises sollten sich die Bürger nicht hetzen lassen. Ellermann rät, die Angaben des Dokuments in Ruhe zu kontrollieren: „Vergleichen Sie Foto und Person, ist der Druck sauber oder könnte es eine Kopie sein? Ist ein Stempel vorhanden?“ Beharrliches Nachfragen schrecke Betrüger oft ab, auch zeigten Ganoven den Ausweis eher kurz vor, damit man ihn nicht so genau sehe, so Ellermann. Er weist aber darauf hin, dass Polizisten den Dienstausweis nicht aus der Hand geben. „Die polizeilichen Maßnahmen dürfen natürlich nicht beeinträchtigt werden.“

Bleiben Zweifel bestehen, sollte die Dienststelle angerufen werden, von der die Personen kommen, bevor man sie in die Wohnung lässt, sagt Ellermann. Die Nummer der Dienststelle sollte man sich selbst raussuchen und nicht von den Polizisten geben lassen. Ist die Nummer der Wache auf die Schnelle nicht zu finden oder nicht zur Hand, können Bürger auch die 110 anrufen.


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