300 Mitglieder bei Großlogentreffen Legendenumwobene Freimaurer treffen sich in Osnabrück

Der Zirkel und das Winkelmaß sind die Symbole der Freimaurer. Foto: imago/INSADCODer Zirkel und das Winkelmaß sind die Symbole der Freimaurer. Foto: imago/INSADCO

Osnabrück. Alles wird gläsern im digitalen Zeitalter und der Welt der sozialen Netzwerke, in der sich Nachrichten aus der ganzen Welt rasant verbreiten. Doch um die Freimaurer ranken sich weiterhin Legenden. Ein Grund: Der Männerbund ist in sich gekehrt und verschwiegen. Jetzt kommen Mitglieder aus In- und Ausland zum Großlogentreffen nach Osnabrück.

„Die Freimaurer sind eine ideale Projektionsfläche für Verschwörungstheorien“, sagt Matthias Pöhlmann, Ansprechpartner für Sekten, Psychogruppen, Neureligionen und Weltanschauungen der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Dabei spielt

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In Osnabrück gibt es eine Freimaurerloge, die sich „Zum Goldenen Rade“ nennt. Sie ist der älteste eingetragene Verein der Stadt und wurde 1807 gegründet und hat heute etwa 80 Mitglieder. Sie halten ihre Treffen im Lortzinghaus ab. Dort treffen sich auch die englischsprachige Loge „Thistle & Saltire Nr. 1040“ , die Freimaurerinnenloge „Temperantia“ und die „Doric Nr. 866“.

Die Freimaurer sind aus den Bruderschaften der Steinmetze entstanden. Sie verstehen sich als Mitglieder eines ethisch orientierten Bundes. Zu ihren zentralen Symbolen gehören Winkelmaß, Zirkel, Senkblei und Kelle. In Deutschland gibt es etwa 16000 Freimaurer, weltweit schätzungsweise vier Millionen. Die Freimaurer organisieren sich in Logen. Die erste deutsche Loge wurde 1737 in Hamburg gegründet. Die Logen treffen sich mehrmals im Monat; Außenstehende dürfen nur an Gastabenden dazustoßen. Bei ihren Treffen ist es verpönt, sich über politische oder religiöse Themen zu unterhalten. Auch einige berühmte Menschen waren Freimaurer: Mozart, Goethe, Churchill, Voltaire, George Washington und Stresemann zum Beispiel. Ob Bewerber Mitglieder werden können, darüber entscheiden die Freimaurer mithilfe der sogenannten Kugelung. Freimaurer durchlaufen drei Grade: vom Lehrling über den Gesellen werden sie zum Meister.

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