Grafik: Die meisten sind aus der Türkei In Niedersachsen leben mehr Ausländer als je zuvor

Von dpa

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In Niedersachsen haben noch nie so viele Ausländer gelebt wie derzeit. Foto: dpaIn Niedersachsen haben noch nie so viele Ausländer gelebt wie derzeit. Foto: dpa

Hannover. In Niedersachsen haben noch nie so viele Ausländer gelebt wie derzeit. Zum Jahresende 2014 erfasste das Ausländerzentralregister fast 571 000 Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden stieg die Zahl der Ausländer in Niedersachsen im Vergleich zu 2013 um rund 45 000 oder 8,6 Prozent. Die Steigerungsrate lag damit über dem Bundesdurchschnitt. Wie das Amt am Montag berichtete, stieg die Zahl der Ausländer 2014 deutschlandweit um rund 519 300 Menschen oder 6,8 Prozent auf gut 8,15 Millionen.

Die meisten stammen aus EU-Staaten

Die deutschlandweit neu registrierten Personen stammten mit einem Plus von 306.700 Personen zu fast 60 Prozent aus der Europäischen Union (EU). Der zahlenmäßig größte Zuwachs (plus 147.200) kam dabei aus Rumänien und Bulgarien. Die Zuwächse aus den übrigen EU-Staaten, insbesondere aus den von der Euro-Krise besonders betroffenen Mittelmeerstaaten, waren geringer als 2013.

Die ausländische Bevölkerung aus Nicht-EU-Staaten wuchs 2014 um 212.600 Personen (plus 5,0 Prozent). Im Jahr zuvor waren es 103.800 Personen mehr gewesen. Der Zuwachs wurde 2014 vor allem von Zuwanderern aus Syrien (plus 61.300 beziehungsweise 107,7 Prozent), Serbien (plus 15.900 oder 7,7 Prozent) und aus Eritrea (plus 14.100 beziehungsweise 121,2 Prozent) getragen. Demgegenüber ist 2014 - wie schon in den Jahren zuvor - die Bevölkerung mit türkischer Staatsangehörigkeit vor allem durch Einbürgerungen zurückgegangen (minus 1,5 Prozent).

Bayern hat am meisten Ausländer aufgenommen

Die meisten neu aufgenommenen Ausländer ließen sich wie 2013 in Bayern nieder (plus 112.900), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (plus 111.000) und Baden-Württemberg (plus 80.200). Der prozentuale Anstieg war dagegen vor allem in den neuen Ländern (ohne Berlin) stark ausgeprägt: Die Zuwachsraten reichten von 13,4 Prozent in Brandenburg bis 19,9 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Den geringsten prozentualen Anstieg verzeichnete Berlin mit 1,9 Prozent, gefolgt von Hamburg mit 3,3 Prozent und Nordrhein-Westfalen sowie dem Saarland mit je 5,7 Prozent.

Auf regionaler Ebene hatten die einzelnen Herkunftsländer eine unterschiedliche Bedeutung. Türkisch war im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) mit 19,4 Prozent der Fälle die häufigste ausländische Staatsangehörigkeit. Für die neuen Länder (ohne Berlin) nahmen Polen, die Russische Föderation, Vietnam, die Ukraine und Rumänien die vorderen Plätze ein. Die Türkei belegte hier mit 3,4 Prozent der Fälle nur Platz sechs.


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