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Einspruch der Westfalenbahn Streit um Zugbetrieb im Teutoburger Wald

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Streit um die Bahnstrecken des Teutoburger-Wald-Netzes: Eigentlich soll die Eurobahn 2017 die Nahverkehrszüge übernehmen, doch es gibt Widerspruch. Foto: Jörn MartensStreit um die Bahnstrecken des Teutoburger-Wald-Netzes: Eigentlich soll die Eurobahn 2017 die Nahverkehrszüge übernehmen, doch es gibt Widerspruch. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wessen Züge fahren ab Dezember 2017 zwischen Osnabrück und Münster, Bielefeld und Bad Bentheim? In einem Bieterverfahren um die Nahverkehrsstrecken des Teutoburger-Wald-Netzes hatte sich eigentlich die Eurobahn gegen den bisherigen Betreiber, die Westfalenbahn, durchgesetzt. Diese hat jedoch Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt.

„Wir glauben, dass die Vergabe überprüfungswürdig ist“, sagt Westfalenbahn-Sprecher Thomas Kopp gegenüber unserer Redaktion. Es geht um den Betrieb von fünf Bahnstrecken zwischen Osnabrück und Münster, Bielefeld und den Niederlanden. Anfang November hatte der zuständige Aufgabenträger, der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), die Eurobahn als Sieger einer europaweiten Ausschreibung präsentiert.

Welche Punkte die Westfalenbahn an der Entscheidung genau bemängelt, will sie unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht preisgeben. Nur so viel: „Wenn wir uns keine Chancen ausrechnen würden, hätten wir keinen Widerspruch eingelegt“, sagt Kopp.

Eine Entscheidung über die Beschwerde wird für Ende Februar oder Anfang März erwartet. Die Verzögerung von mehr als drei Monaten könnte sich auch auf die geplante Betriebsaufnahme im Dezember 2017 auswirken. Zumindest für die Strecke Bielefeld-Osnabrück-Bad Bentheim-Hengelo müssen neue Fahrzeuge gekauft werden, die auch mit dem Stromsystem der Niederlande zurecht kommen – diese könnten nun nicht mehr rechtzeitig aufs Gleis kommen, heißt es in der Branche.

Die Eurobahn war für unsere Redaktion zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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