Gewalttat in Bremen Mann nach tödlicher Messerattacke bei WM-Endspiel angeklagt

Von dpa

Weil er einen 19-Jährigen während der Live-Übertragung des Endspiels der Fußball-WM getötet haben soll, muss ein 22-Jähriger vor Gericht verantworten. Foto: Florian Kater/dpaWeil er einen 19-Jährigen während der Live-Übertragung des Endspiels der Fußball-WM getötet haben soll, muss ein 22-Jähriger vor Gericht verantworten. Foto: Florian Kater/dpa

Bremen. Weil er einen 19-Jährigen während der Live-Übertragung des Endspiels der Fußball-WM bei einer Messerattacke getötet haben soll, muss sich ein 22 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Bremen verantworten. Der Prozess beginnt am 13. Januar.

Die Anklage lautet auf Totschlag. Er soll dem Opfer am 13. Juli in einem Kino in der Bremer Innenstadt zweimal mit einem Messer in den Oberkörper gestochen haben. Der 19-Jährige starb später in einem Krankenhaus. Für den Prozess sind bis Mitte Juni 23 Verhandlungstage anberaumt.

Die Gewalttat an diesem Jubeltag mit dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft hatte in Bremen und im Umland für Entsetzen gesorgt. Einen Tag nach der Tat hatten sich rund 300 Menschen zu einer Trauerfeier vor dem Kino getroffen und mit einer Schweigeminute und einem Gebet dem jungen Mann aus Osterholz-Scharmbeck gedacht.

Der mutmaßliche Täter war zwei Tage später wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft gekommen. Während der Spielübertragung soll es zum Streit zwischen mehreren Zuschauern in dem voll besetzten Kinosaal gekommen sein. Auch der 22-Jährige hatte blutende Verletzungen davongetragen.


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