„Niedersachsen-Monitor“ Nur noch 5,4 Prozent in Niedersachsen ohne Schulabschluss

Immer weniger Schüler verlassen Niedersachsens Schulen ohne Abschluss. Foto: ImagoImmer weniger Schüler verlassen Niedersachsens Schulen ohne Abschluss. Foto: Imago

Hannover. Die Zahl der Jugendlichen, die in Niedersachsen ohne Schulabschluss bleiben, sinkt: Im Jahr 2012 ging der Anteil auf 5,4 Prozent zurück. 2007 hatte die Quote der Abgänger ohne mindestens einen Hauptschulabschluss noch bei 7,4 Prozent eines Jahrgangs gelegen.

Laut dem jüngsten „Niedersachsen-Monitor“ des Statistischen Landesamtes verließen 2012 noch 4774 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Das waren sechs Prozent weniger als 2011.

Den Statistikern zufolge nahm auch der Anteil der unzureichend qualifizierten „frühen Schulabgänger“ an der 18- bis 24-jährigen Bevölkerung ab. Er konnte 2013 im Vergleich zu 2012 von 12,1auf 10,9 Prozent gemildert werden. Bei den „frühen Schulabgängern“ handelt es sich um junge Menschen, die maximal die Sekundarstufe I (Realschulabschluss) absolviert haben, aber keine Berufsausbildung absolvieren.

Niedriger Wert im Bundesschnitt

In Niedersachsen erwarben 2012 exakt 34997 junge Frauen und Männer die Hochschulreife. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik betrug die Studienanfängerquote in diesem Bundesland aber nur 38,8 Prozent und erreichte damit nach Schleswig-Holstein (30,8 Prozent) den bundesweit niedrigsten Wert. Allerdings nahm die Studienanfängerquote in Niedersachsen im Vergleich zu 2007 um 8,9 Prozentpunkte zu.

2012 beendeten zwischen Ems und Elbe 21615 Studenten erfolgreich ein Erststudium (4,7 Prozent weniger als im Jahr davor). 53 Prozent davon waren Frauen.

Mehr Frauen werden Doktor

Immer mehr Frauen erlangen außerdem einen Doktor- oder Professorentitel, wie die Statistiker feststellten. So kamen die Frauen bei den 2040 bestandenen Promotionen 2012 in Niedersachsen auf eine Quote von 46,2 Prozent. Der Anteil der Professorinnen ist demnach ebenfalls steigend, doch sind die Frauen hier erst zu einem knappen Viertel (24,3 Prozent) an den 3557 Professuren in Niedersachsen beteiligt.

Auf Zahlen aus dem Jahr 2010 mussten die Statistiker zurückgreifen, um die Pro-Kopf-Ausgaben für Studenten in den einzelnen Bundesländern zu ermitteln. Immerhin schnitt Niedersachsen dabei ausgesprochen günstig ab: Mit Gesamtausgaben von 2,6 Milliarden Euro für Forschung, Lehre und zusätzliche Dienstleistungen wie Studentenwerke kam das Land auf 18300 Euro Aufwendungen pro Studierenden und lag damit bundesweit an erster Stelle. Im Schnitt betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben 14300 Euro.


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