Rückgang auch bei Abtreibungen Weniger Eheschließungen, weniger Scheidungen

Dauer-Streitthema Schwangerschaftsabbrüche. Foto: dpaDauer-Streitthema Schwangerschaftsabbrüche. Foto: dpa

Hannover. In Niedersachsen nimmt die Zahl der Eheschließungen ab, aber es gibt auch weniger Scheidungen. Ebenfalls rückläufig: die Fälle von Abtreibungen.

Wie aus dem „Niedersachsen-Monitopring 2014“ hervorgeht, wurden 2013 zwischen Ems und Elbe noch 37.405 Ehen geschlossen. Das waren vier Prozent weniger als 2012, wo sich noch 38.947 Paare das Jawort gaben. 2008 lag die Zahl der Hochzeiten noch bei 39.234.

Parallel dazu ist aber auch die Zahl der Scheidungen weiter rückläufig. 2013 trennten sich in Niedersachsen 17.307 Paare; ein Jahr davor waren es noch 17.806 und im Jahr 2008 sogar 20.368.

Gemildert hat sich auch das Problem der Abtreibungen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes kam es 2013 noch zu 8166 Schwangerschaftsabbrüchen in Niedersachsen. 2012 waren es 8558 gewesen und im Jahr 2008 sogar 9734. Der Rückgang innerhalb von fünf Jahren betrug somit 13,4 Prozent. Auf 1000 Lebensgeborene kamen den Statistikern zufolge 2013 in Niedersachsen 130 Abtreibungen; im Bundesschnitt waren es 149.

Deutlich aufgeholt hat Niedersachsen dem Amt zufolge bei der Kinderbetreuung. So gab es 2013 für 46.134 Jungen und Mädchen bis zu drei Jahren eine kontinuierliche Betreuung(Quote: 24,4 Prozent), während die Zahl 2012 erst bei 41.772 und 2008 sogar erst bei 18.085 gelegen hatte.

Bei den drei-bis Sechsjährigen konnten 42.887 Kinder (21,6 Prozent) eine Ganztagsbetreuung in einer Kita in Anspruch nehmen. 2012 waren es 37.966 und 2008 nur 23.653 gewesen. Im Bundesschnitt lag Niedersachsen allerdings noch bei der Kinderbetreuung etwas zurück, da vor allem die ostdeutschen Länder traditionell besonders hohe Werte aufweisen.

Wie nach oben geklettert ist 2013 die Zahl der Alleinerziehenden. Sie lag im letzten Jahr in Niedersachsen bei 240.000, nachdem sie 2012 noch 236.000 ausgemacht hatte. 2008 war aber schon einmal ein Wert von 246.000 erreicht worden, wie aus dem Bericht des Landesamtes für Statistik hervorgeht. Bei 85,7 Prozent der Alleinerziehenden handelte es sich demnach um Frauen.


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