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Hoch ansteckend Vogelgrippe: Mehr als 30 000 Tiere werden gekeult

Von Hans Brinkmann

Gekeult werden müssen jetzt vorerst 30 500 Tiere im Kreis Cloppenburg. Foto: NWM-TVGekeult werden müssen jetzt vorerst 30 500 Tiere im Kreis Cloppenburg. Foto: NWM-TV

Hannover. Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Bei dem in Barßel (Kreis Cloppenburg) aufgetretenen Fall von Vogelgrippe handelt es sich um die hochgefährliche Art des Virus-Typs H5N8.

Das teilte Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Dienstagmittag unter Hinweis auf Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts in Hannover mit. Laut Meyer wurde die Tötung der 19 000 Puten in dem von der Seuche befallenen Betrieb angeordnet; vorsorglich gekeult werden sollen auch 11 500 Tiere in einem Nachbarbetrieb.

Nach Angaben des Ministers wurde um diese Betriebe ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Umkreis von zehn Kilometern eingerichtet. Zudem gilt für den gesamten Kreis Cloppenburg ein Verbot des Transports von Geflügel und Tierfutter.

Meyer schloss nicht aus, dass nach weiteren Überprüfungen zusätzliche Tötungen angeordnet werden müssen. Davon könnten mehr als 200 000 Tiere betroffen sein.

Für den morgigen Mittwoch kündigte der Grünen-Politiker eine weitere Task-Force-Sitzung mit den Landkreisen an, um über die verschätfte Lage zu beraten. Dabei solle auch erörtert werden, das Transportverbot für Geflügel auf Nachbarkreise wie etwa dem Emsland auszudehnen.

Stallplicht im Landkreis Osnabrück und dem Emsland

Indes gilt für Geflügelzüchter in Stadt und Landkreis Osnabrück aufgrund des Vogelgrippe-Falls in Barßel ab Freitag eine Stallpflicht. Der Veterinärdienst ordnete diese an, um der Seuchengefahr entgegenzuwirken.

Im Emsland besteht die Stallpflicht bereits seit einigen Wochen.