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Auch Osnabrücker Hauptbahnhof Bahn saniert 17 Stationen im Nordwesten

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Hannover. Insgesamt 17 Bahnhöfe im Nordwesten werden bis ins Jahr 2025 modernisiert - darunter der Osnabrücker Hauptbahnhof und weitere Stationen im Osnabrücker Land und Emsland. Dies gaben Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bahnchef Rüdiger Grube nach einem Bahngipfel am Donnerstag in Hannover bekannt.

In den Ausbau von landesweit insgesamt 44 Stationen sollen in den kommenden Jahren 150 Millionen Euro fließen. Im Nordwesten Niedersachsens umfasst das Programm 17 Bahnhöfe: Am Osnabrücker Hauptbahnhof werden Bahnsteige und Dächer für rund zehn Millionen Euro saniert. Ähnliche Arbeiten stehen in Aschendorf, Augustfehn, Bad Bentheim, Bohmte, Bruchmühlen, Diepholz, Hasbergen, Lathen, Lemförde, Marienhafe, Melle, Natrup-Hagen, Salzbergen, Varel, Westerhausen und Westerstede-Ocholt bevor.

„Der Komfort an diesen Stationen soll entscheidend verbessert werden“, sagte Ministerpräsident Weil. Unter anderem werden Bahnsteige auf 55 bis 76 Zentimeter Höhe angehoben, um einen stufenlosen Einstieg in die Züge zu ermöglichen. Einige Haltestellen erhalten auch neue Unterführungen und Fahrstühle. „Wir wollen den Bahnverkehr in Niedersachsen weiter stärken“, sagte Weil. Erstmals profitierten auch kleine Stationen von dem Programm, an denen täglich weniger als 1000 Menschen ein- und aussteigen.

Laut Bahnchef Grube steige mit diesem Programm der Anteil barrierefreier Stationen vom aktuell 84 auf 89 Prozent. Niedersachsen sei damit ein „Vorzeigebundesland“. Die Kosten für den Ausbau der Stationen teilen sich die Bahn und das Land jeweils zur Hälfte.

Zudem sollen ab 2015 mehr Fernzüge in der Region rollen. Auf der Strecke Hannover-Osnabrück-Bad Bentheim-Amsterdam sind im Sommer an Wochenenden künftig mehr Züge unterwegs als bislang, sagte Grube. Oldenburg erhält zudem - wöchentlich - 14 weitere ICE-Verbindungen nach Berlin und München.

In ihre Infrastruktur will die Bahn in den kommenden Jahren bis 2018 rund 2,3 Milliarden Euro investieren. Das betrifft unter anderem den weiteren Ausbau der Strecke Oldenburg - Wilhelmshaven zur Anbindung des Jade-Weser-Ports. Als nächster Abschnitt stehe das Teilstück Varel-Sande auf der Agenda. 2017 werde mit dem Bau begonnen, sagte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) unserer Redaktion. Die zusätzlichen Fernzüge, die Bahnchef Grube für Oldenburg zugesagt habe, seien zudem eine gute Voraussetzung, um nach Abschluss des Streckenausbaus auch Wilhelmshaven wieder aus Fernzug-Netz anzuschließen.

Weitere Vorhaben sind der Ausbau der Strecke Bremen -Uelzen (Amerikalinie) zur besseren Hinterland-Anbindung der Seehäfen und der zweigleisige Ausbau der Strecke Braunschweig-Wolfsburg („Weddeler Schleife“). Dazu ist auf dem Bahngipfel in Hannover eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, zudem wollen Land und Bahn Gespräche mit dem Bund über die Finanzierung aufnehmen.

Der umstrittene Bau einer Y-Trasse zwischen Bremen, Hamburg und Hannover werde ab dem Frühjahr in einem ergebnisoffenen Bürgerdialog diskutiert. Bahnchef Grube freue sich über diese bislang Einmaleins Form des Gesprächs mit Betroffenen, sagte er: „Wir lernen da auch sehr viel.“


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