Gegen Tierschutzgesetz verstoßen? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hähnchenmäster

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Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Ermittlungen gegen drei Hähnchenmäster aus dem Raum Weser-Ems eingeleitet, die die Tierschutzaktivisten von Peta wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz angezeigt hatte. Unterdessen hat der Landkreis Cloppenburg gegen einen Schweinehalter ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen.

Das berichtet der NDR. Zuvor hatten Tierschutzaktivisten von Animal Rights Watch (ARIWA) Bilder aus einem Stall des Landwirts veröffentlicht. Zu sehen waren tote oder sterbende Schweine, teilweise angebissen durch ihre Artgenossen. Nach Recherchen des NDR war der Schweinehalter schon einmal wegen mutmaßlicher Tierschutzverstöße aufgefallen. Nun zog der Landkreis als Aufsichtsbehörde wohl die Reißleine. Der Bauer muss die rund 2500 Schweine abgeben. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Landwirtschaft in Oldenburg hat Ermittlungen aufgenommen.

Rothkötter-Lieferanten

Das gilt auch im Fall dreier Hähnchenmäster, die den emsländischen Rothkötter-Konzern beliefern. Die Tierrechtsaktivisten von Peta hatten vor wenigen Wochen Bilder verletzter oder toter Tiere aus den Ställen veröffentlicht. Die Betriebe sollen sich in Haren, Meppen und Löningen befinden.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte auf Nachfrage unserer Redaktion die Ermittlungen. Diese befänden sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium. Bis feststünde, ob tatsächlich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wurde, könne es noch einige Zeit dauern.


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