Nach Ende der Studiengebühren Niedersachsens Unis boomen: Die meisten Zuwächse an Studenten

Von dpa

Das Interesse an den niedersächsischen Hochschulen ist groß. Das konnte man auch bei Begrüßung der Erstsemester-Studenten in Osnabrück erkennen.  Foto: Michael GründelDas Interesse an den niedersächsischen Hochschulen ist groß. Das konnte man auch bei Begrüßung der Erstsemester-Studenten in Osnabrück erkennen. Foto: Michael Gründel

Hannover. Niedersachsen hat zum Wintersemester 2014/2015 so viele Studenten hinzugewonnen wie kein anderes Bundesland. Nach ersten Ergebnissen stieg ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr landesweit um 8,5 Prozent auf 192672.

Insgesamt sind an deutschen Hochschulen aktuell knapp 2,7 Millionen Studenten eingeschrieben, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic sieht den hochschulpolitischen Kurs der Landesregierung bestätigt.

„Die Abschaffung der Studiengebühren hat die Zugangshürden zum Studium gesenkt und ermutigt mehr junge Menschen, ein Studium aufzunehmen“, sagte die Grünen-Politikerin. Der Anstieg der Studierendenzahlen zeige auch, dass die niedersächsischen Hochschulen für Studierende immer attraktiver werden.

Auch bei den Studienanfängern hat Niedersachsen zugelegt, allerdings nicht so deutlich. Ihre Zahl stieg zum aktuellen Wintersemester um 3,6 Prozent auf 37637. Dagegen sank bundesweit die Zahl der Erstsemester um 1,9 Prozent auf 498900. Die Daten beruhen auf vorläufigen Meldungen der Hochschulen.

Die zweitstärksten Zuwächse bei den Studenten insgesamt verzeichneten Hessen (plus 4,5 Prozent) und das Saarland (plus 4,3 Prozent). Dagegen sank die Zahl der Studenten in allen ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme von Berlin (plus 3,2 Prozent). Erstmals haben 2014 etwas mehr Frauen (50,1 Prozent) als Männer angefangen, zu studieren. Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau waren dabei etwas weniger beliebt als im Vorjahr.