Zu hohe Kosten in Aurich Niedersachsens kleinstes Gefängnis wird geschlossen

Von dpa

Zum Jahresende wird in Aurich das kleinste Gefängnis Niedersachsens geschlossen. Die hohen Investitionskosten sind der Grund. Symbolfoto: dpaZum Jahresende wird in Aurich das kleinste Gefängnis Niedersachsens geschlossen. Die hohen Investitionskosten sind der Grund. Symbolfoto: dpa

Aurich. Niedersachsens kleinstes Gefängnis in Aurich wird zum Jahresende endgültig geschlossen. Dies hat das Justizministerium in Hannover nach einer erneuten Überprüfung beschlossen.

Hintergrund seien zu hohe Investitionskosten, die notwendig wären, um die Justizvollzugsanstalt (JVA) den aktuellen Sicherheitsanforderungen anzupassen, sagte am Donnerstag ein Ministeriumssprecher in Hannover. Die Kosten würden sich auf 4,9 Millionen Euro belaufen. Wegen der bestehenden Mängel waren die ursprünglich zugelassenen 29 Haftplätze in der Nebenstelle der JVA Meppen bereits auf neun reduziert worden.

Derzeit sind in Aurich nur noch vier Häftlinge untergebracht. Zehn der 14 JVA-Mitarbeiter sollen Angebote für andere Standorte bekommen, vier Mitarbeiter sollen bleiben, da das Gebäude künftig dem Land- und Amtsgericht in Aurich als Vorführstelle dienen soll.

Aurich ist damit zusammen mit der JVA Salinenmoor bei Celle das zweite Gefängnis, welches zum Ende des Jahres den Betrieb einstellt. Ende 2016 wird das Schicksal auch die JVA Braunschweig ereilen. Dadurch will das Land Überkapazitäten bei Haftplätzen abbauen und Geld sparen. Niedersachsen hat rund 6600 Haftplätze, davon 5400 im geschlossenen Vollzug und 1200 im offenen Vollzug. Rund 1000 Plätze im geschlossenen Vollzug sind nicht belegt.