13,1 Prozent gefährdet Mehr Menschen in der Region von Armut bedroht

Von Dirk Fisser

13,1 Prozent der Menschen in der Region sind von Armut bedroht. Foto: dpa13,1 Prozent der Menschen in der Region sind von Armut bedroht. Foto: dpa

Osnabrück. 13,1 Prozent der Menschen in der Region Osnabrück und dem Emsland sind im Jahr 2013 von Armut bedroht gewesen. Der Wert liegt unter dem Durchschnitt in Niedersachsen und Gesamtdeutschland, ist aber im Jahresvergleich gestiegen. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes hervor.

Demnach galten etwa 1,2 Millionen Niedersachsen im Jahr 2013 als armutsgefährdet (15,8 Prozent). Das bedeutet: Sie hatten weniger Geld zur Verfügung als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens in Niedersachsen. Im Jahr 2013 lag der Schwellenwert lauf Mitteilung bei 887 Euro für einen Einpersonenhaushalt. Bei einer vierköpfigen Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 1863 Euro.

Erwerbslose mit höchstem Armutsrisiko

Besonders gefährdet seien Erwerbslose (57 von 100), Alleinerziehende und Geringqualifizierte (je 42 von 100), schreiben die Statistiker des Landesamtes. Ältere Frauen hätten mit 17,7 Prozent zudem generell ein höheres Risiko als Männer mit 12,6.

Angaben für einzelne Landkreise sind nicht möglich. Die Statistiker haben Regionen zusammengefasst, etwa Stadt und Landkreis Osnabrück, das Emsland, die Grafschaft Bentheim und den Landkreis Vechta. Hier lag die Quote bei 13,1 Prozent. Trotz eines Plus von 0,7 Prozent ist das Niedersachsenweit nach wie vor der geringste Wert. Vergleichsweise gut steht auch Ostfriesland mit einer Quote von 14,6 Prozent da.

Auch auf Landesebene stieg die Quote von 15,2 Prozent im Jahr 2012 auf nunmehr 15,8 Prozent. In etwa stabil geblieben ist unterdessen die Reichtumsquote in Niedersachsen. Sie stieg laut Landesamt leicht auf 7,4 Prozent. Somit galt jeder 13. Niedersachse als reich, weil er mehr als 200 Prozent des durchschnittlichen Pro-Kopf-Nettoeinkommens pro Monat einstreichen konnte. Die Reichtumsschwelle liegt somit etwa bei 2800 Euro pro Monat für eine Person.

Ausführliche Statistiken zur Sozialberichterstattung sind auf den Seiten der Statistischen Ämter abrufbar.

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