Niedersachsen profitiert 20 000 Beschäftigte durch die Windkraft

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Jobmotor und Wirtschaftsfaktor: die Windenergie in Niedersachsen. Foto: dpaJobmotor und Wirtschaftsfaktor: die Windenergie in Niedersachsen. Foto: dpa

Hannover. Die Windenergie ist in Niedersachsen ein Jobmotor und ein enormer Wirtschaftsfaktor: Laut einer am Montag in Hannover vorgestellten Studie zählt die Branche inzwischen 20 000 Beschäftigte und kommt auf eine Bruttowertschöpfung von über drei Milliarden Euro pro Jahr.

hab Hannover. Die Windenergie ist in Niedersachsen ein Jobmotor und ein enormer Wirtschaftsfaktor: Laut einer am Montag in Hannover vorgestellten Studie zählt die Branche inzwischen 20 000 Beschäftigte und kommt auf eine Bruttowertschöpfung von über drei Milliarden Euro pro Jahr.

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) zeigte sich beeindruckt von den Zahlen, die vom Institut DIW ECON erstmals in dieser Form zusammengetragen wurden. Sie beziehen sich nur auf die Winderzeugung an Land (Onshore) und schließen Offshore-Projekte auf See nicht ein.

Demnach wurden im Jahr 2012 allein in Niedersachsen rund zwei Milliarden Euro durch Investitionen (Bau und Errichtung von Anlagen) umgesetzt; etwa eine Milliarde kam durch den Betrieb der Windräder hinzu. Bei den Beschäftigten gab es demzufolge von 2012 bis 2013 eine Steigerung um 16 Prozent. Enercon mit 5 000 und GE Wind mit 1 000 Mitarbeitern zählen zu den größten Unternehmen.

Von der Windkraft profitieren aber auch die Steuerbehlörden. So nahmen Niedersachsen ud Bremen 2012 rund 205 Millionen Euro ein.

Der Landesvorsitzende im Bundesverband Windenergie, Wilhelm Pieper, verwies zudem auf eine breitgestreute Eigentümerschaft bei Windkraftanlagen. So seien 47,9 Prozent der Anlagen im Besitz von Privatpersonen; weitere 21,6 Prozent gehörten Landwirten. Große Energieversorgungsunternehmen kämen dagegen nur auf einen Anteil von 2,6 Prozent.

Sowohl Pieper als auch Lies machten deutlich, dass es für die Windkraft an Land noch enorme Perspektiven gebe. Während in Niedersachsen heute acht Gigawatt Strom erzeugt würden, könnten es im Jahr 2050 rund 20 Gigawatt sein. Allerdings müssten für einen solchen Ausbau auch die Rahmkenbedingungen geschaffen werden.

Lies bekräftigte in diesem Zusammenhang den Willen der Landesregierung, Rechtssicherheit für die Landkreise zu schaffen. Generell werde angestrebt, 1,4 Prozent der Flächen für Onshore-Anlagen auszuweisen. Der Minister trat aber zugleich dafür ein, mit Blick auf den Luftverkehr nicht breite Korridore pauschal für die Windenergie auszuschließen, sondern differenziert vorzugehen.

Lies und Pieper nannten es zudem wichtig, in der Bevölkerung die Akzeptanz von Windparks zu sichern. Beitragen könnten dazu neben einer breiten Betreiberstruktur auch die Senkung von Beeinträchtigungen durch Blinkfeuer und Schlagschatten. Bezüglich der Abstandsregelungen befürwortete der SPD-Politiker kluge Lösungen, aber keine übermäßigen Regelungen wie von Bayern angestrebt.


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