Familie schmuggelte Kokain Fahnder fassen Osnabrücker Drogenhändler

Diese Paket mit rund einem Kilogramm Kokain haben die Ermittler im Rucksack einer 70-Jährigen Schmugglerin gefunden. Foto: LKA NiedersachsenDiese Paket mit rund einem Kilogramm Kokain haben die Ermittler im Rucksack einer 70-Jährigen Schmugglerin gefunden. Foto: LKA Niedersachsen

Osnabrück. Nach mehrmonatigen Ermittlungen ist es Beamten des Landeskriminalamts Niedersachsen (LKA) gelungen, einen Rauschgifthändler aus Osnabrück festzunehmen. Damit landeten die Ermittler einen Coup: In den Drogenschmuggel waren auch die kolumbianische Ehefrau des Mannes und dessen Mutter verstrickt.

Fahndern der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des LKA ist ein Schlag gegen den internationalen Kokainhandel gelungen: Nach mehrmonatigen Ermittlungen schnappten die Beamten nun ein Familientrio, das Kokain aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt hat.

Am Sonntagn nahmen die Ermittler die drei Schmuggler fest: einen 43-jährigen Osnabrücker, dessen 70-jährige Mutter sowie die aus Kolumbien stammende Ehefrau. Der Haupttäter sei an diesem Tag mit seiner Mutter in die Niederlande gereist, wie die GER am Dienstag mitteilte. Die beiden hätten versucht das Rauschgift mit der Fähre nach Borkum und über Emden nach Deutschland zu bringen. Die 70-Jährige konnte kurz vor der Fährfahrt auf Borkum festgenommen werden, ihren Sohn nahm eine Spezialeinheit der Polizei Osnabrück zur gleichen Zeit fest.

Laut der GER hatte die betagte Drogenschmugglerin gut ein Kilogramm Kokain im Wert von 50000 Euro in ihrem Rucksack. Am Abend dann ging den Ermittlern auch die kolumbianische Ehefrau des Haupttäters ins Netz: Sie wurde in Ihrer Wohnung in Osnabrück festgenommen.

Der Haftrichter hat nun die Untersuchungshaft für den 43-Jährigen und seine Mutter angeordnet. Die Ehefrau wurde nach ihrer Vernehmung wieder entlassen.

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