Gericht entscheidet gegen Fabrik Grafschaft Bentheim: Asche „formell illegal“ vergraben

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Osnabrück. Der Landkreis Grafschaft Bentheim hat im Skandal um illegal vergrabene Asche im grenzüberschreitenden Gewerbegebiet Europark einen Teilerfolg verbucht: Das Verwaltungsgericht Osnabrück lehnte jetzt die Beschwerde eines Fleischverarbeitungsbetriebes gegen die Baustellenstillegung durch den Landkreis ab.

Durch den Neubau war überhaupt erst aufgeflogen, dass auf dem Gelände illegale Rückstände aus der Hausmüllverbrennung vergraben worden sind. Insgesamt seien vermutlich 84.000 Tonnen Asche „formell illegal“ unter der Baustelle und angrenzenden Parkplätzen verbuddelt worden, teilte das Gericht jetzt mit. Es habe keine Baugenehmigung vorgelegen. Laut Umweltministerium sollen insgesamt bis zu 260.000 Tonnen Reststoffe auf dem Gelände vergraben worden sein. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Osnabrück dauern noch an. Unklar ist auch, ob die Asche komplett wieder ausgegraben werden muss oder im Boden bleiben kann.

Mehrere zehntausend Tonnen sind zudem entgegen bestehender Genehmigungen auf einer Freifläche im Schatten der Verbrennungsanlage unter freiem Himmel gelagert worden.


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