Hausdurchsuchung als Auslöser Männer dringen in Polizeiwache in Peine ein

Von Christian Lang

Die Männer waren sehr aufgebracht und äußerten sehr aggressiv ihren Ärger über die Hausdurchsuchung. Symbolfoto: dpaDie Männer waren sehr aufgebracht und äußerten sehr aggressiv ihren Ärger über die Hausdurchsuchung. Symbolfoto: dpa

Peine Ungebetene Gäste in einer Polizeiwache in Peine: Am Dienstag sind mehrere Männer erzürnt in das Gebäude gekommen, um mit einem Sachverständigen zu sprechen. Vorausgegangen war eine Durchsuchung bei einer der Personen. Nur mit Mühe konnten die Beamten die Männer aus der Wache werfen.

Am Dienstagmorgen hatte die Polizei eine Hausdurchsuchung bei einem der Männer durchgeführt. Dieser stammt aus einer Großfamilie mit Migrationshintergrund. Wie es scheint, hat den Angehörigen das Vorgehen der Polizei nicht wirklich geschmeckt. „Kurze Zeit später kam die Person mit mehreren Angehörigen in die Wache. Sie waren sehr emotional und wollten den zuständigen Sachbearbeiter sprechen“, sagt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion. Von einem regelrechten „Stürmen der Polizeistelle“, wie in anderen Medien berichtet wurde, möchte er dagegen nicht sprechen.

Fakt ist: Die Männer waren sehr aufgebracht und äußerten sehr aggressiv ihren Unmut über die Hausdurchsuchung. Von den Beamten wurden sie anschließend dazu aufgefordert, die Räumlichkeiten zu verlassen – zunächst ohne Erfolg. Als die Männer sich weigerten, wurden sie von den Beamten herausgebracht. „Gewalt mussten wir aber nicht anwenden“, so der Polizeisprecher.

In den Medien wird spekuliert, dass es sich um eine Großfamilie handelt, die der Polizei in Niedersachsen aufgrund ihrer Gewaltbereitschaft bereits seit Jahren Kopfzerbrechen bereitet. Dieses Gerücht wollte der Polizeisprecher gegenüber unserer Redaktion weder bestätigen noch dementieren.