40 Kadaver vor Norderney Seehunde an der Küste sterben an Grippevirus

Von dpa

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Ein Grippevirus hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den Tod zahlreicher Seehunde an der niedersächsischen Nordseeküste verursacht. Foto: dpaEin Grippevirus hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den Tod zahlreicher Seehunde an der niedersächsischen Nordseeküste verursacht. Foto: dpa

Norderney/Oldenburg. Ein Grippevirus hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den Tod zahlreicher Seehunde an der niedersächsischen Nordseeküste verursacht. Davon geht das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg aus.

Seit dem vergangenen Wochenende waren vor der Insel Norderney rund 40 Kadaver gefunden worden, sechs wurden beim Laves untersucht. „Die Vermutung liegt sehr nahe, dass es sich um den gleichen Virustyp wie in Schleswig-Holstein handelt“, sagte Laves-Sprecherin Hiltrud Schrandt zu ersten Ergebnissen.

Bei dem Seehundsterben im Bereich der Nordseeinseln Sylt, Amrum, Föhr und Helgoland waren seit Oktober etwa 800 Tiere verendet. Ursache sollen Influenzaviren sein, einer Variante der Vogelgrippe.

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems (Mecklenburg-Vorpommern) will jetzt die beiden Viren vergleichen, um einen Zusammenhang zu erkennen. Ein Ergebnis aus dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) soll in der kommenden Woche vorliegen.

Experten sehen trotz der zahlreichen Totfunde keine Gefahr für den Gesamtbestand der Seehunde. Nach jüngsten Zählungen im Wattenmeer von Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gilt er mit 26 576 Tieren als solide und stabil.


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