Schreckschußpistole Polizist in Göttingen mit Messer schwer verletzt

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Bei einem Angriff mit einem Messer ist ein Polizeibeamter in Göttingen schwer am Kopf verletzt worden. Symbolfoto: Michael GründelBei einem Angriff mit einem Messer ist ein Polizeibeamter in Göttingen schwer am Kopf verletzt worden. Symbolfoto: Michael Gründel

Göttingen. Bei einem Angriff mit einem Messer ist ein 59 Jahre alter Polizeibeamter in der Nacht zum Dienstag in Göttingen schwer am Kopf verletzt worden.

Der Polizist und seine Streifenkollegin waren nach Angaben der Polizei gegen 1.20 Uhr von einer Tankstellenmitarbeiterin gerufen worden, weil ein 29-Jähriger in dem Verkaufsraum andere Kunden angepöbelt hatte. Die alarmierte Polizei sprach dem Mann anschließend mehrfach einen Platzverweis aus. Nachdem er diesen Aufforderungen keine Folge leistete, sollte der Göttinger in Gewahrsam genommen werden.

Während man auf das hierfür angeforderte Transportfahrzeug wartete, zog der 29-Jährige plötzlich und unerwartet ein Messer hervor und stieß damit in Richtung des Kopfes des Polizisten. Die Klinge traf den 59-Jährigen in der linken Gesichtshälfte in unmittelbarer Nähe des Ohres. Dann zog der Tatverdächtige nach derzeitigen Ermittlungen plötzlich eine Schreckschusswaffe. Aus dieser löste sich ein Schuss, der aber niemanden traf.

Obwohl verletzt, konnten der Polizeioberkommissar und seine Kollegin den Mann anschließend überwältigen und solange festhalten, bis die über Funk alarmierte Verstärkung eintraf. Der 29-Jährige wurde überwältigt und zur Polizeiwache transportiert. Hier wurde dem Göttinger eine Blutprobe entnommen. Er war in der Vergangenheit polizeilich bereits wegen diverser Delikte in Erscheinung getreten. Die Polizei leitete gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des versuchten Totschlags, schweren Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung ein.

Der Polizeioberkommissar wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Er ist aktuell nicht dienstfähig.


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