Von Osnabrück nach Bremen oder Oldenburg Nordwestbahn erhält erneut Zuschlag für Weser-Ems-Netz

Meine Nachrichten

Um das Thema Niedersachsen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Die Regionalzüge der Nordwestbahn werden wohl weiter auf dem sogenannten Weser-Ems-Netz unterwegs sein. Das Osnabrücker Unternehmen erhielt erneut den Zuschlag für die Strecken von Osnabrück über Delmenhorst nach Bremen, von Osnabrück nach Wilhelmshaven über Oldenburg und von Esens oder Bremen nach Wilhelmshaven.

Das teilte die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) am Donnerstagmorgen mit. Die Strecke war zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 für zehn Jahre neu ausgeschrieben worden. Das Unternehmen mit Sitz in Osnabrück, an dem unter anderem die Stadtwerke Osnabrück beteiligt sind, habe sich bei der europaweiten Ausschreibung „gegen starke Konkurrenz“ durchgesetzt, heißt es. Unter anderem hatte die Bahn-Tochter DB Regio versucht, das Netz mit jährlich knapp fünf Millionen Zugkilometern zurückzuerobern.

Seit dem Jahr 2000 sind die Osnabrücker auf der Strecke unterwegs. Das Weser-Ems-Netz war das erste in Niedersachsen, das öffentlich ausgeschrieben war. Danach folgten weitere, was dazu führte, dass die Deutsche Bahn mittlerweile nicht mehr der Marktführer im niedersächsischen Regionalverkehr ist. Konkurrenten wie die Westfalenbahn luchsten ihr beispielsweise die Strecke zwischen Münster und Emden oder von Rheine über Osnabrück nach Braunschweig ab.

Für das Weser-Ems-Netz kündigte die LNVG Verbesserungen für die Fahrgäste an: Sämtliche Züge sollen modernisiert werden. Sechs neue Modelle seien zudem beim Hersteller Alstom in Salzgitter bestellt worden. Zudem sollen künftig Fahrgastbegleiter statt wie bisher auf 40 Prozent künftig auf 70 Prozent der Touren mitfahren. Im Innern sollen die Züge Info-Bildschirme erhalten, auf denen beispielsweise Verspätungen angezeigt werden können.

Mehr Züge

Laut LNVG fahren künftig zudem mehr Züge zwischen Wilhelmshaven und Bremen mit Halt in Delmenhorst. Auch zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg soll die Frequenz erhöht werden.

Der Zuschlag steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass keiner der unterlegenen Bewerber – darunter auch die Bahn-Tochter DB Regio – eine Nachprüfung vor der Vergabekammer in Lüneburg einfordert. Dazu bleiben zehn Tage Zeit.

Derweil läuft noch die Ausschreibung für das sogenannte Teutoburger-Wald-Netz, auf dem bisher die Westfalenbahn unterwegs ist. Für die Routen von Rheda-Wiedenbrück nach Nienburg, von Hengelo über Osnabrück nach Bielefeld, von Münster nach Rheine beziehungsweise Osnabrück und von Herford nach Paderborn wird ab dem 10. Dezember 2017 ein Bahnunternehmen gesucht. Die Westfalenbahn will ihr Stammnetz verteidigen. „Wir sind in der Angebotskalkulation“, sagt ein Sprecher.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN