BGH verwirft Revision Erfundene Vergewaltigung: Heidi K. muss ins Gefängnis

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Karlsruhe. Die Lehrerin Heidi K. aus Bad Rothenfelde muss wegen einer erfundenen Vergewaltigung für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil des Landgerichtes Darmstadt wegen schwerer Freiheitsberaubung.

Weil sie in Revision gegangen war, blieb die 50-Jährige nach dem Landgerichtsurteil zunächst auf freiem Fuß. Jetzt führt kein Weg mehr am Gefängnis vorbei. Auch der Bundesgerichtshof sah es als erwiesen an, dass K. einen Lehrerkollegen zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt hatte. Der Mann wurde daraufhin im Jahr 2002 zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Kurz nach Freispruch verstorben

Er saß die gesamte Zeit unschuldig im Gefängnis. Erst danach wurde das Verfahren neu aufgerollt und der mittlerweile mittellose Lehrer frei gesprochen. Etwa ein Jahr danach starb der Mann. Der Fall ging als einer der großen Irrtümer in die deutsche Justizgeschichte ein.

Verfahren in Osnabrück

Der Fall strahlte aufgrund des Wohnortes von Heidi K. auch auf das Landgericht Osnabrück aus. Die Angehörigen des zu Unrecht verurteilten Lehrers hatten nach dessen Tod die mittlerweile 50-Jährige auf 80.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Wegen mangelnder Erfolgsaussichten zogen die Erben die Klage dann aber zurück.


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