Fahrpreis soll steigen Mindestlohn: Niedersachsens Taxiunternehmer kündigen Fahrern

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Fahrer, die auf Kundschaft warten, verdienen derzeit kein Geld. Ab 2015 bekommen sie pro Stunde gesetzlich garantierte 8,50 Euro pro Stunde. Symbolfoto: ReutersFahrer, die auf Kundschaft warten, verdienen derzeit kein Geld. Ab 2015 bekommen sie pro Stunde gesetzlich garantierte 8,50 Euro pro Stunde. Symbolfoto: Reuters

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Derzeit werden Taxifahrer in der Regel am Umsatz beteiligt und verdienen in Deutschland in der Regel zwischen 4 und 8 Euro pro Stunde – in Ausnahmefällen sogar nur 2,50 Euro pro Stunde. Steht ein Taxifahrer am Bahnhof und wartet auf Kundschaft, verdienen er und der Unternehmer keinen Cent. Ab 2015 ist das anders: Dann gilt für Taxifahrer der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 pro Stunde – egal, ob sie Kundschaft fahren oder auf selbige warten. Unternehmer bringt das in Bedrängnis, daher wollen sie mit den Kommunen eine Preissteigerung von 25 Prozent durchsetzen. Denn: Taxiunternehmen können Preise wie Grundpreis und Kilometerpreis nicht selbständig festlegen. Der GVN handelt diese Tarife mit den Landkreisen und Kommunen aus. Bisher zahlen Taxikunden einen Grundpreis sowie einen festen Betrag pro zurückgelegten Kilometer. Stockender Verkehr und Staus können daher zu Einbußen für Fahrer und Unternehmen führen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, fordert der GVN ein neues Preismodell, das um den Zeitaspekt ergänzt wird. Nach Wunsch des Verbands setzt sich der Preis dann zusammen aus der Grundgebühr, einem Kilometerpreis und weiteren 40 Cent pro Minute. Zur Höhe des Zeitbetrags wollte der GVN keine Angabe machen. Dafür soll parallel der Kilometerpreis sinken. (yjs)

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