Ursache weiterhin unklar Mitarbeiter nach Explosion in Ritterhude gestorben


Osnabrück. Eine Woche nach der Explosion des Entsorgungsbetriebs Organo Fluid in Ritterhude ist ein Mitarbeiter der Firma seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 60-Jährige starb in der Nacht zu Dienstag. Das teilen die Polizei und die Firma mit.

Der 60-Jährige war nach der Explosion mit schweren Brandverletzungen von Rettungskräften auf dem Firmengelände gefunden worden. Der Mitarbeiter wollte einen Kontrollgang in dem Unternehmen machen, nachdem ihm sein Bereitschaftsmelder einen technischen Fehler gemeldet hatte. Bei der Detonation erlitt er schwerste Verbrennungen.

Auf ihrer mittlerweile wieder in Betrieb genommenen Internetseite informiert das Unternehmen über das Unglück und teilt seine Bestürzung über den Todesfall mit. „Unsere Gedanken sind besonders bei seiner Familie, der wir mit allen unseren Möglichkeiten zur Seite stehen“, heißt es dort.

Bei dem Unglück wurden 40 Häuser in der Nähe des Betriebs beschädigt. Zwei Anwohner erlitten Knochenbrüche, Feuerwehrleute mussten mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Wie es zu der Explosion kommen konnte, ist weiter unklar. „Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an“, teilt die Polizei mit. Ermittlungsergebnisse können möglicherweise erst in mehreren Monaten bekannt gegeben werden, da die „Ermittlungen zur Explosion und Brandursache kompliziert“ sind. Allerdings werde mit Hochdruck daran gearbeitet, „die noch bestehenden latenten Gefahren für Menschen und Umwelt zu beseitigen“. Die Sicherheit der Bevölkerung stehe an erster Stelle.

Auf der Internetseite von Organo Fluid heißt es zum Thema Sicherheit: „Die Anlage der Organo Fluid befindet sich derzeit in einem sicheren Betriebszustand. In den nächsten Tagen finden Sicherungsmaßnahmen statt, eventuelle Beeinträchtigungen sind leider nicht zu vermeiden.“

Das kontaminierte Löschwasser ist laut Polizei aber aufgefangen und zum Teil bereits entsorgt worden. Außerdem würden Bodenproben aus den Gegenden genommen, in die das Löschwasser eingedrungen sein könnte.