Tierkreuzungen Nach der Schiege kommt das Ebra

Von dpa


Jaderberg. Muli und Maulesel? Weder selten, noch ein Problem. „Schiege“, die Kreuzung aus Schaf und Ziege? Schon schwieriger. Und zwar aufgrund der unterschiedlichen Chromosomenzahl. Und jetzt ein Ebra: Der Papa ist ein Esel, die Mama ein Zebra. Auch das geht.

Doch, das gibt es. Das sogenannte Ebra im Tierpark Jaderberg im Kreis Wesermarsch kam am 3. September zur Welt, teilte der Tierpark am Montag mit. Da Esel und Zebra zu den pferdeartigen Tieren gehören, können sie zusammen Nachwuchs zeugen.

Als das Zebra im Frühjahr in den Tierpark kam, war es bereits trächtig. Die Zebraherde nehme das Ebra recht gelassen an, hieß es. An den Beinen hat der junge Hengst zarte Streifen, der Rest kommt eher nach dem Vater. Dass das Ebra irgendwann selbst Nachwuchs zeuge, sei unwahrscheinlich: Die Bastarde seien meist nicht fortpflanzungsfähig.

Als Wildtier kommt der Esel-Zebra-Mischling laut wikipedia.de vereinzelt in Südafrika in Gegenden vor, in denen Zebras und Esel in enger Nachbarschaft leben. Teilweise werden die sogenannten Zebroide aber auch gezüchtet. Fohlen einer Zebrastute, wie jetzt in Jaderberg, sind trotzdem sehr selten – wegen des aggressiveren Paarungsverhaltens der Zebras sind Eselhengste im Nachteil.

Bei Göttingen lebt dagegen ein seltenes Mischwesen aus Schaf und Ziege . Das sechs Monate alte Tier sei nachweislich eine „Schiege“, so Christoph Knorr von der Universität Göttingen.